Kreistag befindet heute über Antrag

IGS-Start im August kaum realisierbar

Landkreis - (ck) · Ring frei zum „Schattenboxen“: Diese Sportart fiel Landrat Frank Eger mit Blick auf die Bemühungen von Politikern aus fast allen Kreistagsfraktionen um eine Integrierte Gesamtschule (IGS) in Harpstedt ein. Wenn die Mitglieder des Kreistags nämlich heute in ihrer um 17 Uhr im Kreishaus beginnenden Sitzung mehrheitlich einen Antrag auf eine IGS bei der Kreisverwaltung in Auftrag geben, befürchtet Eger, dass diese Schulform dennoch nicht in Harpstedt zustande kommt.

„Die Wahrscheinlichkeit, schon zum 1. August 2011 eine IGS in Harpstedt einzurichten, ist ausgesprochen gering“, warnte der Verwaltungschef. Denn erstens stünden die rechtlichen Grundlagen und eventuellen Aussichten auf eine Ausnahmegenehmigung für nur vier Klassen pro Jahrgang immer noch nicht schwarz auf weiß zu Papier, so dass „wir noch nichts vorbereiten konnten“. Zweitens „gibt es kaum noch Gesamtschullehrer auf dem Markt“. Es sei also unfair den Bürgern gegenüber, wenn die Politik jetzt falsche Hoffnungen wecke.

Deshalb sieht der Beschlussvorschlag heute so aus: Zunächst sollen die Mandatsträger feststellen, dass ein Antrag auf eine IGS in Harpstedt unter derzeitigen Genehmigungsvoraussetzungen keine Aussicht auf Erfolg hat. Zweitens aber dürfte die Mehrheit heute die Verwaltung dazu beauftragen, einen Antrag auf Schaffung einer kleineren, vierzügigen IGS im Fall eines verkürzten Prognosezeitraums auszuarbeiten. Erst wenn das Land diese Voraussetzungen hinsichtlich der Mindest-Schülerzahl herunter schraubt und für Harpstedt eine Ausnahmeregelung erteilt, soll der Antrag das Kreishaus in Richtung Landesschulbehörde verlassen.

Zu den weiteren Themen der insgesamt 21 Punkte umfassenden Tagesordnung zählt unter anderem die Änderung der Abfallentsorgungssatzung. „Zum Beispiel verringern sich die Gebühren für die Biomüll-Abfuhr, während Restmüll-Kosten für die Haushalte leicht steigen“, erläuterte Ralf Wiechmann aus dem Hauptamt der Kreisverwaltung.

Ebenfalls müssen die Politiker die von den Berufsbildenden Schulen angestrebte Erweiterung des Bildungsangebots absegnen. Die Pläne sehen die Schaffung jeweils einer elften Klasse für die bereits im zwölften Jahrgang existierende Fachoberschule Technik und die Fachoberschule Wirtschaft und Verwaltung vor.

Zudem stehen das Absegnen der Jahresrechnung von 2009 und Vorbereitungen zur Volkszählung im kommenden Jahr auf der Tagesordnung. Dieser „Zensus 2011“ erfordert laut Erstem Kreisrat Carsten Harings einen „extremen datenschutzrechtlichen Aufwand“.

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