Neun neue Streitschlichter an der Wildeshauser Wallschule

„Ich will Kindern helfen, damit sie sich vertragen“

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Mit einem Rollenspiel stellten die neuen Streitschlichter ihre Tätigkeit den Mitschülern vor. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerStolz präsentieren sie in der Aula ihre Urkunden: In der Wallschule sind seit gestern neun weitere Streitschlichter unterwegs. Schulleiterin Roswitha Remmert und Lehrerin Ebba Ache überreichen ihnen nach bestandener Prüfung ihre Zertifikate.

„Ich möchte anderen Kindern helfen, damit sie ihren Streit schnell wieder beenden können, und damit er gar nicht erst richtig schlimm wird“, erzählt Jaqueline-Celine Becker. Genau das wollen auch Dicla Acar, Kea Behrens, Tom Großmann, Merhas Karaca, Masror Chero Hajo, Mandy Fischer, Immo Johann Lucht und Laura Dridiger.

„Ich mag keinen Streit, also möchte ich anderen Kindern helfen, damit sie sich nicht streiten und sich wieder vertragen“, sagt Laura, der auch die Ausbildung zum Streitschlichter sehr viel Spaß gemacht hat: „Wir waren während der Ausbildung auch noch zum Reiten, das war echt cool.“

Was für die Kinder eine willkommene Abwechslung war, diente jedoch ihrer jetzigen Tätigkeit. Angeleitet von Reitpädagogin Brigitte Malcharczyk ging es in Hes-penbusch um Einfühlungsvermögen, Durchsetzung, führen können und Ruhe bei der Arbeit. „Was dort mit Pferden praktiziert wurde, soll später bei den Streitenden angewendet werden. Auch bei dieser Tätigkeit ist viel Einfühlungsvermögen gefragt“, sagt Ebba Ache. Sie erzählt, dass noch eine Zwei-Tages-Fahrt nach Bissel auf dem Programm gestanden hat: „Ziel dieser Fahrt war es, den Zusammenhalt in der Gruppe zu stärken, sich besser kennenzulernen und die Inhalte der Streitschlichter-AG zu vertiefen. Die außerschulischen Maßnahmen wurden von Exxon-Mobil mit 700 Euro finanziert“, erzählt die Lehrerin.

Bereits zum vierten Mal wurden in der Wallschule Kinder zu Streitschlichtern ausgebildet. Ihre Aufgabe besteht darin, die Schüler im Streitfall zu unterstützen, wenn diese den Konflikt selbst nicht lösen können. „Ein Vorteil ist, dass Kinder sich oftmals von Gleichaltrigen besser verstanden fühlen und dadurch die Lösungsmöglichkeiten kindgerecht gewählt werden und auch leicht umzusetzen sind“, betont Ebba Ache.

In diesem Jahr wurden die Mädchen und Jungen auch zu Konfliktlotsen ausgebildet. Das heißt, dass sie während der Pausen den Streithähnen zur Verfügung stehen und diese bei Konflikten beraten. Die Kinder selbst haben sich dafür den Namen „Streitaufsicht“ gegeben. „Ihr alle seid fit, um helfen zu können, damit es weniger Streit gibt. Es ist toll, dass sich immer wieder Kinder dafür finden“, sagt Roswitha Remmert.

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