Brandschutzerziehung: Drittklässler der Grundschule Neerstedt verbringen einen Vormittag bei der Ortswehr

„Ich weiß, wofür die Schere ist“

Dirk Wilkens (r.) und Patrick Köhrmann erklärten den Drittklässler, wie nach einem Verkehrsunfall eingeklemmte Personen mit der Schere aus dem Auto befreit werden.

Neerstedt - (ts) · „Oh, die ist aber schwer“, staunten die Drittklässler der Grundschule Neerstedt, als sie bei der Ortswehr auch mal eine Motorsäge in die Hand nehmen durften. Im Rahmen der Brandschutzerziehung, die zuvor Thema in den Klassen war, verbrachten die Schüler gestern einen Vormittag bei der Feuerwehr Neerstedt.

Neben ein wenig Theorie, bei der auch ein Videofilm zu den Verhaltensregeln im Brandfall gezeigt wurde, ging es darum, wie die Kinder einen Notruf richtig absetzen und was anschließend passiert. „Die meisten sind hier schon recht fit und kennen die Notrufnummer“, bestätigte Pressewart Dirk Lüke, der ebenso wie seine Feuerwehrkollegen mit Fragen bombardiert wurde. „Ich glaube, die ungewöhnlichsten Fragen, die uns stets von Kindern gestellt werden, sind, ob wir im Feuerwehrhaus schlafen und wo denn die Rutschstange ist.“ Die Neerstedter erklärten den Schülern den Unterschied zwischen einer Freiwilligen und einer Berufsfeuerwehr.

Ebenfalls brachten die Brandschützer den Drittklässler die Fahrzeuge samt Ausrüstung näher. Schläuche, Werkzeug und Schutzausrüstung konnte der Nachwuchs genau unter die Lupe nehmen. „Die Motorsägen benötigen wir unter anderem, damit wir auch umgestürzte Bäume von der Straße entfernen können“, erklärte Dirk Wilkens. Mit dem Umgang werden die Feuerwehrleute vorab geschult. „Jetzt kommen wir zu unserer großen Schere“, kündigte er an, und sogleich rief einer der Schüler: „Ich weiß, wofür die ist, das habe ich zu Hause während einer Simulation gesehen.“

Wie genau die Schere genutzt wird, um eingeklemmte Personen aus einem Auto zu befreien, erläuterten Wilkens und Patrick Köhrmann anschließend im Detail. „Und was ist in der gelben Tasche?“, wollten die Kinder wissen. „Da haben wir Schutzfolien drin“, so Köhrmann. „Damit können wir scharfe Kanten, zum Beispiel am Auto, abdecken. Dann verletzen wir uns und auch die Person, die wir aus dem Auto holen, nicht.“

Das Spannendste für die Kinder hoben sich die Neerstedter Feuerwehrleute für den Schluss auf: Während einer Einsatzvorführung demonstrierte die Atemschutzgruppe das Vorgehen in verqualmten Räumen, und dann brannte es auch noch – ein Fettbrand. Dabei erfuhren die Kinder, wie verheerend ein Löschversuch mit Wasser sein kann.

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