Arbeiter der Mischmeisterei mit Gefahren konfrontiert

„Ich-Einstellung“ beklagt

Andere Warnblinklichter als die gelben Leuchten schlagen Mitarbeiter der Mischmeisterei vor.

Landkreis - (ck) · Zwei Monate Dauerwinter mit Schnee und Eis – diese seltene Serie ging auch den Beschäftigten der kombinierten Straßen- und Autobahnmeisterei Wildeshausen auf Hockensberger Gebiet an die Substanz. Jetzt scheint sich die Lage zu entspannen. Doch das, was die Straßenwärter während ihrer Streu- und Räumdienste erleben mussten, dürfte ihnen noch länger in Erinnerung bleiben.

Warnblinklichter haben zwar durchaus etwas Vorteilhaftes – aber nur, wenn sie nicht an zu vielen Fahrzeugen leuchten. Die Meisterei-Mitarbeiter jedenfalls klagten während des jüngsten Besuchs der CDU-Politiker Astrid Grotelüschen, Karl-Heinz Bley und Ansgar Focke (wir berichteten) über zunehmende Wahrnehmungsschwierigkeiten der gelben Rundum-Leuchten durch andere Verkehrsteilnehmer auf den Autobahnen im Landkreis.

„Inzwischen finden sich diese Gelblichter auf allen Schwertransporten, vielen weiteren Lastwagen und fast jedem Trecker“, klagte ein Straßenwärter, der mit seinen Kollegen derzeit Tag und Nacht im Winterdienst unterwegs ist. „Da werden wir mit unserer Beleuchtung gar nicht mehr registriert.“

Das sorgt für Gefahren, wenn die Bediensteten mit ihren Wagen zum Beispiel die Spur wechseln müssen. Daher regten die Kollegen eine andere Farbe für ihre Warnlampen an. Es müsse ja nicht gerade Blaulicht sein – „auch wenn uns das natürlich einiges an Freiraum schaffen würde…“

Landtagsabgeordneter Focke verstand die Problematik, warnte jedoch vor Enttäuschungen: „Technisch gesehen dürfte das kein Problem darstellen. Aber Sie glauben ja nicht, wie viele Entscheidungswege wir mit diesem Vorstoß durchlaufen müssten.“ Aber der Ganderkeseer sicherte zu, diesen Hinweis mit nach Hannover zu nehmen.

Allgemein stellen die Meisterei-Beschäftigten mehr Rücksichtslosigkeit der anderen Verkehrsteilnehmer fest. „Das Schlimmste ist die ,Ich-Einstellung‘“, berichtete ein Mitarbeiter. Es habe schon seinen Grund, wenn die Räumfahrzeuge mit Streuer und Schneeschild unterwegs seien. „Aber trotzdem werden wir sogar von Sattelschleppern mit 90 km/h überholt.“ Und das, „obwohl wir selbst manchmal im Schneetreiben die Autobahn gar nicht mehr sehen.“

Wie gefährlich der Dienst bei Dunkelheit und Glätte ist, zeigte der Unfall eines Fahrzeugs dieser Mischmeisterei vergangene Woche. Hier war ein Unimog auf der spiegelblanken A 29 umgekippt (wir berichteten), der Fahrer trug eine Platzwunde davon. „Gott sei Dank hat er sich nicht schwer verletzt“, atmete sein Chef, Horst Behrmann als Leiter der Meisterei, tief durch. Und er freute sich, dass es für den beschädigten Unimog schnell ein Ersatzfahrzeug gab.

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