Emotionaler Abschied von Schulleiter Ufke Janssen / „Es war eine schöne Zeit“

„Ich danke euch – tschüss“

+
Ein Foto und ein von den Schülern mitgestaltetes Buch überreichte der Schulelternrat Ufke Janssen zum Abschied.

Neerstedt - Von Tanja SchneiderAm Ende konnte Ufke Janssen seine Tränen nicht mehr zurückhalten. „Ich danke euch allen – tschüss“, brachte er gerade noch heraus, ehe er von seinen Emotionen überwältigt wurde und zum Taschentuch greifen musste. Nach fast 17 Jahren als Leiter der Grundschule Neerstedt verabschiedeten ihn gestern die Kinder, die Kollegen und Eltern in der Aula.

Eigentlich hatte der 54-Jährige nur eine kleine Feier mit seinen Wegbegleitern am Vorabend geplant. Einen „großen Bahnhof“ an seinem letzten Tag vor dem Wechsel als Rektor an die Grundschule Sandkug hatte er nicht gewollt. Doch der Schulelternrat sei sich einig gewesen, dass man Janssen nicht einfach so gehen lassen könne. „Er will nicht, wir machen es trotzdem“, sagte Schulelternrats-Vorsitzende Sabina Dalg-Vinken. „Aber wir machen es kurz – mit einem Wort, das von Herzen kommt: Danke.“

Das bekannte Lied „Danke, für diesen guten Morgen“ trugen die Schüler aller Klassen in einer ganz eigenen Version vor. Sie dankten Janssen „für die großen Pausen, den Soccerplatz, für sein schiefes Grinsen und den lieben Blick“. „Wir wünschen dir nun neue Kinder, auch so nett wie wir“, sangen die Mädchen und Jungen.

„Das ist ein schönes Finale“, sagte Janssen sichtlich gerührt. „Ich habe Angst, dass ich gleich weine.“ Und dann war es auch schon passiert. Er war nicht der einzige, dem gestern die Abschiedstränen über die Wangen kullerten. Viele Kolleginnen mussten ebenfalls Taschentücher zücken.

Damit Janssen sich immer an die Grundschule Neerstedt erinnert, überreichte der Schulelternrat ein Gruppenfoto und ein Schulbuch, für das jedes Kind eine Seite gestaltet hatte. Außerdem erhielt er von allen Schülern eine Tulpe. „Es war eine schöne Zeit, nun kommt eine Neue“, blickte Janssen nach vorne, der im Anschluss direkt nach Sandkrug fuhr.

Am Donnerstagabend hatte Janssen bereits zu einer eher privaten Feier in die Schule eingeladen, um sich – wie er sagte – „von den vielen Menschen, die ich hier kennenlernen durfte und die mein Leben bereichert haben“, zu verabschieden. Neben Kollegen, Eltern und Mitgliedern des Fördervereins waren unter anderem auch Vertreter aus den Vereinen und von der Gemeinde dabei – nicht als offizielle Vertreter, sondern vielmehr als Wegbegleiter, mit denen er freundschaftlich zusammengearbeitet habe, so Janssen.

Besonders hob er die gute Kooperation mit der Verwaltung hervor, die immer ein offenes Ohr für die Anliegen der Schule gehabt hätte. „Die Gemeinde ist echt Gold wert“, sagte der 54-Jährige, der trotz seines Wechsels in Neerstedt wohnen bleibt. So schwer ihm der Abschied gestern auch fiel, er freue sich auf die neue Aufgabe. „Es wurde Zeit für eine Veränderung“, erklärte er.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Weniger Arbeit mit mehrjährigem Gemüse

Weniger Arbeit mit mehrjährigem Gemüse

London: Fünf Gründe für einen Streifzug durch Bloomsbury

London: Fünf Gründe für einen Streifzug durch Bloomsbury

Köln-Ehrenfeld: Wo Böhmermann scherzt und Wallraff relaxt

Köln-Ehrenfeld: Wo Böhmermann scherzt und Wallraff relaxt

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Amsterdam schränkt Kiffer und Rotlicht-Tourismus ein

Meistgelesene Artikel

Unfall an Stauende führt zu Sperrung der Autobahn 1 bei Wildeshausen

Unfall an Stauende führt zu Sperrung der Autobahn 1 bei Wildeshausen

Geld für Spielplatz in Horstedt rutscht in Etat

Geld für Spielplatz in Horstedt rutscht in Etat

Ärztemangel in Dötlingen scheint vom Tisch

Ärztemangel in Dötlingen scheint vom Tisch

Keine Zufahrt zu Industriegebiet

Keine Zufahrt zu Industriegebiet

Kommentare