Leonie Mentrup nahm an „Senior All Nighter“-Party teil

Hypnotiseur ließ Schüler sich „zum Affen machen“

Keine Angst vor dem Bullriding-Simulator zeigte Leonie Mentrup auf dem „Senior All Nighter“.

Harpstedt -

HARPSTEDT/DETROIT (eb/boh) Etwa zwei Wochen nach dem „Prom“, dem Abschlussball der „Seniors“ an der High School, stand für Leonie Mentrup aus Harpstedt während ihres Jahres als Gastschülerin in den USA – bei Detroit – ein weiteres wichtiges Ereignis vor der Tür: der „Senior All Nighter“. In dieser besonderen Nacht weilten alle Schüler des Abschlussjahrgangs von 23 Uhr bis 4 Uhr früh am Morgen darauf in der Schule und feierten eine von Lehrern und Eltern organisierte Party. „Eine Nacht im Dschungel“ lautete das Motto. Leonie Mentrup zählte zwar nicht zum Abschlussjahrgang, wohl aber ihre Freunde in den Staaten. Da sie an der High School „nur Zwölftklässler-Klassen gewählt“ hatte, durfte sie teilnehmen.

Die Party begann mit einer großen Überraschung: „Als wir an unserer Schule ankamen, haben wir sie nicht einmal wiedererkannt. Die Eltern hatten sie mit Dekorationen wie Wasserfällen, einem Jeep, Bambus, Bäumen, Büschen und vielem mehr komplett in einen Dschungel verwandelt. Es war unglaublich“, berichtet die Harpstedterin.

An Attraktionen hatte die Veranstaltung mit Spielkasino, Karikaturen-Zeichner, Wahrsagerinnen, Hüpfburgen, Bullriding-Simulator und Fotokabinen viel zu bieten. An einer Station konnten sich die Schüler sogar verkleiden, um anschließend eigene Musikvideos zu Songs ihrer Wahl zu drehen. Unmengen von Essen und Getränken ließen keine Wünsche offen.

„Wir hatten alle unglaublich viel Spaß. Ich habe noch nie erlebt, dass die Lehrer und Eltern einer Schule so viel für uns Schüler auf die Beine gestellt haben“, macht Leonie Mentrup den Organisatoren ein großes Kompliment.

Das eigentliche Highlight aber sei eine zweistündige Hypnoseshow gewesen, urteilt die 17-Jährige. Was sie bislang nur aus dem Fernsehen kannte, erlebte sie diesmal am eigenen Leib: Der Hypnotiseur bat sie und 15 weitere Schüler auf die Bühne und schickte die Gruppe bei klassischer Musik ins Reich des Unterbewussten. Er ließ es langsam angehen und suggerierte den Jugendlichen anfangs, ihnen sei heiß, und deshalb dürste es ihnen nach einem Glas Wasser. Als die Wirkung der Hypnose einsetzte, „haben wir uns auf der Bühne komplett zum Affen gemacht“, schildert Leonie Mentrup. Das Publikum habe sich köstlich amüsiert.

Im Verlauf der Show wurden die „Probanden“ in Gruppen eingeteilt, und jedes „Team“ bekam einen Song zugeteilt. Der Hypnotiseur erzählte, was nach dem „Aufwachen“ beim Spielen der entsprechenden Titel passieren würde, und genau so verhielten sich die Schüler dann auch: Manche sahen den Weihnachtsmann auf seinem Schlitten fliegen, andere fingen an, hysterisch zu tanzen, und die Jugendlichen in Leonies Gruppe verwandelten sich, als „YMCA“ erklang, in Aerobic-Trainer und versuchten, das Publikum mit ihren Moves zu animieren. „Auf den Videos, die ich später zu sehen bekam, konnte ich sehen, dass wir zum Totlachen und die Show und die gesamte Nacht ein voller Erfolg waren“, erinnert sich die 17-Jährige.

Tags darauf durften die „Seniors“, die Schüler des Abschlussjahrganges, „ganz amerikanisch“ in Roben ihr Diplom nach einer stundenlangen Prozedur in Empfang nehmen und dann – wie in Hollywood-High-School-Filmen – ihre Hüte in die Luft werfen. Die Harpstedterin war dabei zwar nur Zuschauerin, fand es aber trotzdem toll, diesen Moment miterleben zu können.

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