Neerstedter werkeln intensiv an Wagen für Ganderkeseer Festumzug / Sonnensystem, Planeten und silberfarbene Perücken

„Hütteninvasion“ der Faschingsfreunde

Auch wenn noch viel Arbeit bevorsteht, die Neerstedter Faschingsfreunde freuen sich schon auf den Umzug.

Neerstedt - (ts) · Wie viele Bonbons werden noch benötigt? Reichen die eisblauen Kostüme aus, oder muss einer der Männer ein pinkes tragen? Fragen, mit denen sich derzeit die Neerstedter Faschingsfreunde beschäftigen. Dienstag für Dienstag treffen sich die etwa 20 Mitglieder abends in Frerichs Scheune in Rhade, um den Festwagen für den Faschingsumzug am 13. Februar in Ganderkesee zu gestalten.

Auch wenn sie bereits seit November am Werk sind, es gibt noch genug zu tun. Stoffe zurechtschneiden, silberfarbene Lametta-Perücken aufprobieren und das Sonnensystem vorne am Festwagen befestigen. Denn das Motto lautet in diesem Jahr „Hütteninvasion“. „Die Planeten sind schon fertig gebastelt“, verrät Tina Barnickel. Ebenfalls sollen noch Ufos den Wagen zieren. „Sie kommen auf das Dach der Holzhütte“, sagt die Neerstedterin.

Die Holzhütte, die knapp die Hälfte des Anhängers einnimmt, hat nicht nur optische, sondern auch praktische Zwecke. Sollte es regnen oder schneien, schützt sie die Musikanlage, das mitgeführte Hab und Gut der Faschingsfreunde und notfalls auch die Neerstedter selbst.

Bereits im vergangenen Jahr fügte sich die Holzhütte gut ins Bild ein. Denn da starteten die Neerstedter unter dem Motto „Hüttenzauber“ in Ganderkesee. Auch wenn der Name in diesem Jahr ähnlich klingt, „mit der ganzen Aprés-Ski-Sache von 2009 wird der Wagen in diesem Jahr nichts mehr zu tun haben“, sagt Ralf Steenken. Nur das Grundgerüst bleibe stehen.

Insgesamt sind die Faschingsfreunde, die sich 1997 als „wilder Haufen“ gegründet haben, zum vierten Mal beim Ganderkeseer Umzug dabei. Während für die Premiere nach dem Motto „Flower Power“ ein alter VW-Bus umgebaut wurde, stand beim zweiten Mal Harald Juhnke im Mittelpunkt. „Wir waren alle entertainermäßig im Anzug unterwegs“, erinnert sich Steenken. „Und hinten auf dem Festwagen hatten wir eine riesige Flasche und ein großes Glas. Mit Hilfe einer Pumpe lief dann immer wieder Wasser aus der Flasche ins Glas.“

Dass sie bei der Prämierung der Festwagen bisher leer ausgegangen sind, betrübt die Neerstedter keineswegs. „Ist doch alles Spaß“, sagt Steenken, während die anderen Mitglieder gerade weißen, weichen Stoff für die Verkleidung des Festwagens zurechtschneiden. An anderer Stelle geht es um die Kostümfrage. „Männer gehen in Eisblau, Frauen in Pink“, sagt Steenken. Ganz kommt das aber nicht hin. Einer der Herren muss ebenfalls pink tragen. „Als Kostüme nutzen wir die Selbstgenähten aus dem vergangenen Jahr – natürlich verändert“, erklärt Barnickel.

Auch die kommenden zwei Dienstage werden die Faschingsfreunde gut beschäftigt sein. Bonbons zum Werfen müssen sie noch besorgen, und möglichst auch Sponsoren finden, die Kleinigkeiten zum Verteilen an die Schaulustigen zur Verfügung stellen. Auch die Abfahrtszeit am 13. Februar steht noch nicht fest. Am Wagen muss ohnehin noch einiges geschehen. Und welche Musik spielen sie eigentlich?

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