Wirtschaftsminister Olaf Lies eröffnet die viertägige Messe „LandTageNord“ in Wüsting

Ein „Event, das die Massen elektrisiert“

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Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies bei seiner Rede zur Eröffnung der LandTageNord.

Wüsting - Für die nächsten Tage ist Wüsting die „landwirtschaftliche Metropole Norddeutschlands“, sagte Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies. Am Freitagmorgen eröffnete er die 12. Auflage der Messe „LandTageNord“ in dem Ortsteil der Gemeinde Hude. In seiner Rede hob er die besondere Rolle hervor, die die Landwirtschaft in Niedersachsen spiele.

„Niedersachsen ist ein tollen Land“, betonte Lies, und warb für ein bisschen mehr Selbstbewusstsein: „Wir sind das logistische Herz Europas und das Agrarland Nummer Eins in Deutschland.“ Insofern und mit Blick auf die zunehmend auch aus den Nachbarländern kommenden Aussteller und Besucher dürfe das „Nord“ im Namen der Messe ruhig mit Bezug auf Nordeuropa verstanden werden.

Der Branchentreff in Wüsting erfülle aber auch eine „wichtige gesellschaftliche Aufgabe“, indem er die Landwirtschaft mit Verbrauchern zusammenbringe und den Austausch fördere. Beide Bereiche seien in den vergangenen Jahren „ein bisschen auseinandergedriftet“. Die eine Seite wisse nicht mehr so recht, was die andere eigentlich macht.

Dabei sei die Landwirtschaft ein ganz entscheidender Wirtschaftsfaktor im Land – als wichtiger Bestandteil der Ernährungswirtschaft, aber auch als Abnehmer für Unternehmen der Agrartechnik.

Die wirtschaftliche Situation in Deutschland sei im Großen und Ganzen momentan „verdammt gut“. Gleichzeitig warnte der Minister davor, wegen des aktuellen „Wohlstandsgefühls“ wichtige Entwicklungen zu verschlafen. „Viele scheinen der Meinung zu sein: Uns geht es heute gut, und wenn wir nichts verändern, wird es uns auch morgen noch gut gehen.“ Dabei müsse gerade jetzt in die Infrastruktur investiert werden. „Der Rest der Welt schläft nicht“, sagte Lies.

Der anschließende Rundgang über das Messegelände mit allen Ehrengästen ging ohne Lies vonstatten: Der Wirtschaftsminister musste nach seiner Rede schnell weiter zum nächsten Termin, kündigte jedoch an, in den nächsten Tagen mit seiner Familie wiederzukommen.

Zuvor hatten bereits die Gastgeber der LandTageNord, Helmut Urban und seine Frau Ute Thümler, das Wort an die Gäste des „Bauernfrühstücks“ gerichtet, mit dem der Branchentreff traditionell eröffnet wird. Gäste waren unter anderem Bundes- und Landtagsabgeordnete aus der Region, Landrat Carsten Harings sowie Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew und seine Amtskollegen aus den umliegenden Gemeinden.

Lebedinzew erinnerte in seinem Grußwort daran, dass die Landwirtschaft nicht nur in Niedersachsen, sondern insbesondere in der Gemeinde Hude eine bedeutende Rolle spiele: Rund 1000 Arbeitsplätze seien mit diesem Wirtschaftszweig verbunden.

Harings brachte seine Freude darüber zum Ausdruck, dass die LandTageNord „eine feste und nicht mehr wegzudenkende Größe“ im Kalender der bundesweiten Messen sei. Er sei stolz – und dieses Wort verwende er nur selten –, dass „dieses Event, das die Massen elektrisiert, im Landkreis Oldenburg“ beheimatet sei.

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