Um den Albino rankt sich eine Legende

Wie im mystischen Märchen: In Hude ist ein seltener weißer Rehbock zuhause 🦌

Ein Anblick wie im Märchen: In Wüsting (Gemeinde Hude) ist ein weißer Rehbock zuhause. Einer Spaziergängerin ist nun ein Foto von dem besonderen Tier gelungen.

Wüsting - Fast sieht er aus wie eine Skulptur aus einer Fantasie-Welt. Doch der weiße Rehbock im Hegering Wüsting im Landkreis Oldenburg ist echt. Sein besonderes Erscheinungsbild ist äußerst selten. Eine Leserin der NWZ ist nun ein Foto von dem kleinen Unikum gelungen.

OrtWüsting
GemeindeHude
LandkreisOldenburg
Postleitzahl27798

Weißer Rehbock in Wüsting unter Jägern bekannt

Der stellvertretende Hegeringleiter in Wüsting, Hans-Christ Herzer, erzählt der NWZ, dass der weiße Rehbock unter Jägern in der Umgebung schon lange bekannt sei. Schon als Kitz fiel der weiße Rehbock auf, wenn er mit seiner Mama und seinen normal-farbigen Geschwistern durch das Revier gezogen ist.

Warum der Kleine weiß ist? Das liegt an einer Stoffwechselstörung der Pigmentzellen, die normalerweise dafür sorgen, dass sich Haut, Fell und Augen dunkel färben. Doch der hübsche Albino sieht nicht nur mystisch aus, um ihn ranken sich auch Legenden. Daher denken die Jäger im Revier nicht mal dran, den weißen Rehbock zu schießen. Denn das könnte dem Schützen großes Unglück bringen.

Nach einer Legende darf der weiße Rehbock nicht geschossen werden

Das basiert auf der Hubertus-Legende. Der Heilige Hubertus ist der Schutzpatron der Jäger und aller Tiere des Waldes. Von vielen wird er als der erste Jagdgegner angesehen, weil er sich nach einer mysteriösen Hirscherscheinung gänzlich von der Jagd losgesagt hat. Auch das Logo vom Kräuterlikör „Jägermeister“ bezieht sich auf den Schutzpatron der Jagd. Es zeigt den Kopf eines Hirschs mit einem leuchtenden Kreuz zwischen den Sprossen seines Geweihes – genau dieser Hirsch soll Hubertus erschienen sein.

Die Jägersflinte muss der Rehbock also nicht fürchten, aber bereits als Kitz war er ein gefundenes Fressen für Füchse, weil er sich mit seinem weißen Fell kaum tarnen konnte und für Fressfeinde so leicht zu entdecken war.

Mittlerweile sei der Rehbock allerdings so groß, dass er sich wehren könnte, erzählt Hans-Christ Herzer. Wölfe könnten zur Gefahr werden, wurden im Bereich Wüsting aber noch nicht gesehen. Im nicht weit entfernten Landkreis Diepholz kommt es jedoch immer wieder zu Wolfssichtungen und auch zu Angriffen auf Tiere.

Die größte Gefahr gehe momentan aber von Menschen aus. Es ist Brut- und Setzzeit, daher sollten Leute bei Spaziergängen in der Gegend auf keinen Fall die Wege verlassen und Hunde an die Leine nehmen. Die Menschen sorgen in dieser sensiblen Zeit für viel Stress bei den vielen Wildtieren, weiß Hans-Christ Herzer.

Rubriklistenbild: © NWZ

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