Auszeichnung würdigt Sanierungsleistung / Gebäude aus dem Jahr 1898

Vielstedter Paar erhält „Grüne Hausnummer“ des Landes

Glückwünsche, eine „Grüne Hausnummer“ und ein Preisgeld erhielten Dörte und Henning Pape von Lothar Nolte (l.) für ihr saniertes Haus. Fotos: Koch

Vielstedt – Für die vorbildliche Instandsetzung eines sogenannten Niedersachsenhauses aus dem Jahr 1898 haben Dörte und Henning Pape den ersten Preis im Wettbewerb „Landespreis Grüne Hausnummer“ gewonnen. Das Paar lebt in Vielstedt in der Gemeinde Hude. Auf regionaler Ebene ist die Auszeichnung der Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen bereits mehr als 800-mal vergeben worden. Auf Landesebene wird sie hingegen nur einmal im Jahr verliehen.

Besonders beeindruckt hat die Jury, dass Papes sowohl das ursprüngliche Erscheinungsbild des Gebäudes erhalten als auch einen hohen Energieeffizienzstandard erreicht haben. In der Begründung heißt es: „Die Aufarbeitung und Wiederverwendung ursprünglicher Materialien und die Verwendung hocheffizienter Heiztechnik mit Smart-Home-Steuerung zeigen, dass Alt und Neu sehr gut miteinander einhergehen können.“

Das Vielstedter Paar erhält eine „Grüne Hausnummer“ und ein Preisgeld von 1 500 Euro. Die Jury bilden Vertreter des Landesministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz, der Architektenkammer sowie Energie- und Klimaschutzexperten.

Lothar Nolte, Geschäftsführer der Klimaschutz- und Energieagentur, erläuterte: „Uns ist es besonders wichtig, mit der Auszeichnung diejenigen in den Mittelpunkt zu stellen, die den Klimaschutz im Gebäudebereich letztlich umsetzen.“ Das seien diejenigen, die die Häuser besäßen sowie „mit gutem Beispiel vorangehen und die Energiewende vor Ort gestalten“.

Auf Platz zwei des Wettbewerbs sind Gilbert Apel und Frank Blecker aus Hannover gelandet. Den dritten Rang besetzen gleich zwei Preisträger: Cornelia Mutzenbecher und Robert Kern. Teil der Ausschreibung ist auch der Neubaupreis „Zukunftshaus“. Ihn erhält das Lüneburger Wohnprojekt am Speicherbogen für ein Gebäude aus den nachhaltigen Baustoffen Stroh, Lehm und Holz.

„Die fünf ausgezeichneten Beispiele zeigen sehr eindrucksvoll, dass Gebäude unterschiedlichster Baujahre energetisch saniert und zukunftsfähig gemacht werden können – sei es der Bungalow aus den 70ern, das Bauernhaus aus dem 19. Jahrhundert oder das Fachwerkhaus aus dem 16. Jahrhundert“, kommentierte Stefanie Nöthel, Abteilungsleiterin „Städ-tebau und Wohnen“ des Niedersächsischen Ministeriums für Umwelt, Energie, Bauen und Klimaschutz.

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