Und die Gewinner sind...

Gemeinde Hude vergibt Unternehmerpreis

Die Preisträger Merle Behrens und Lisa Schneider, Yvonne und Christian Strackerjan und Natalja Jost stehen stolz mit ihrer Auszeichnung bei von Bürgermeister Holger Lebedinzew und Wirtschaftsförderer Roland Arndt.
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Die Preisträger: Merle Behrens und Lisa Schneider (Bistro „MiO“, v.l.) , Yvonne und Christian Strackerjan (Vielstedter Bauernhaus) und Natalja Jost (Hair mit Flair, r.) sind stolz über die Auszeichnung, die von Bürgermeister Holger Lebedinzew (3.v.r) und Wirtschaftsförderer Roland Arndt (2.v.r.) vergeben wurden.

Stolz präsentierten die Gewinner des Huder Unternehmerpreises ihre schweren Urkunden aus Glas. Am Mittwoch hat die Gemeinde Hude in der Klostermühle den fünften Unternehmerpreis vergeben.

Hude – Ausgezeichnet wurden das Bistro „MiO“ aus Hude, das „Vielstedter Bauernhaus“ sowie der Friseursalon „Hair mit Flair“ aus Wünstig. Die Vorschläge für die Nominierung der Unternehmen kamen aus der Bevölkerung. „Der Preis soll ein Mutmacher für alle Unternehmen sein, die die derzeitige Coronakrise meistern“, sagte Bürgermeister Holger Lebedinzew, der die Gewinner-Laudatio aller Unternehmer hielt und durch die Veranstaltung führte.

Bistro „MiO“

„Dass wir ausgezeichnet wurden, ist der Wahnsinn. Wir waren komplett überrascht“, erzählte die Unternehmerin Lisa Schneider, eine der vier Gründungsschwestern, die das „MiO“ in Hude betreibt. „MiO, das steht für ,Mitten im Ort’“, erzählt Schneider. 2019 kamen sie auf die Idee, ein Bistro an der Huder Parkstraße zu eröffnen. „Ehrlicherweise kam das aus einer Weinlaune heraus“, so Schneider. Das junge Start-Up wurde schnell zu einem beliebten Treffpunkt der Anwohner. Als das Bistro coronabedingt schließen musste, überzeugten die Gründer ihre Kunden mit dem Außer-Haus-Verkauf von Burgern. „Ich habe mir gedacht ,Was würde ich jetzt am liebsten Zuhause essen wollen?’ Da bin ich auf die Idee gekommen, Burger anzubieten. Die stehen auch weiterhin auf unserer Karte.“ Insgesamt seien sie so gut durch die Coronazeit gekommen. Das kleine Unternehmen hat es sogar geschafft, in der Pandemie zu Wachsen. „Angefangen haben wir mit einer fest Angestellten und sieben Aushilfen. Heute sind es sieben Festangestellte, 16 Aushilfen und ein Azubi“, sagte Schneider.

Vielstedter Bauernhaus

Bekannt durch Rekorde wie die größte Schwarzwälder Kirschtorte und die längste Pinkelwurst der Welt ist das Vielstedter Bauernhaus. Deshalb ist das Traditionsgasthaus, das mittlerweile in der fünften Generation geführt wird, jedoch nicht ausgezeichnet worden. Christian und Yvonne Strackerjan überzeugten die Jury durch flexible Ideen während des Lockdowns. Neben dem Außer-Haus-Verkauf bauten sie eine Waldbühne auf, auf der seitdem Open-Air-Veranstaltung möglich sind. Diese dürfen auch die ortsansässigen Vereine unentgeltlich benutzen. Den Lockdown nutzen die Strackerjans, um einen mittleren sechsstelligen Betrag in die Küche und in die Renovierung des Gasthauses zu investieren. „Ein Gastwirt wie er im Buche steht“, lobte auch Lebedinzew. Er ist sich sicher, dass die Unternehmer gut investiert haben und der Gasthof eine aussichtsreiche Zukunft hat.

„Hair mit Flair“

Neben den beiden prämierten Gastronomiebetrieben wurde auch ein Handwerksbetrieb ausgezeichnet. Aus Wüsting kam der Vorschlag, Friseurmeisterin Natalja Jost zu nominieren. Sie hat sich 2019 ihren Traum erfüllt, einen eigenen Friseursalon zu führen. Seit dem ist sie die Betreiberin von „Hair mit Flair“. Nach der Renovierung der Betriebsräume und der Errichtung einer Rollstuhlbühne, um eine Barrierefreiheit zu garantieren, kam der Lockdown. „Aber davon hat sie sich nicht unterkriegen lassen“ so Lebedinzew. Ganz im Gegenteil habe sie sich jeden Tag ihrer Auszubildenden gewidmet. „Wir standen dann im leeren Salon und haben nett den Menschen draußen zugewunken, die wir nicht bedienen durften“, scherzte Jost. In dieser Zeit habe sie viele Fragen ihres Lehrlings beantworten und ihre Fähigkeiten an Puppenköpfen üben können.

Ausgewählt wurden die Preisträger aus einer Jury bestehend aus Hans-Werner Aschoff (Wirtschaftsförderung Landkreis), Birgit Reuter (Werbegemeinschaft Wüsting), Heiko Aschenbeck (Vorsitzender des Wirtschaftsausschusses) und Jürgen Kikker (Gewerbe- und Verkehrsverein Hude). Neben der Urkunde gab es für die drei Gewinner noch ein dreiminütiges Video, welches die Betriebe nun für Werbung nutzen können. Ein Team des Fernsehsenders „O1“ hat diese im Auftrag der Gemeinde erstellt.

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