Landkreis lobt Umgestaltung 

Haus Marienhude vereint Modernisierung und Denkmalschutz

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Am Haus Marienhude wird zurzeit gebaut. Unter anderem soll ein Fahrstuhl den barrierefreien Zugang ermöglichen.

Hude - Die Denkmalschutzbehörde des Landkreises Oldenburg stand im vergangenen Jahr vor der schwierigen Aufgabe, historische Bausubstanz zu erhalten und gleichzeitig die Wünsche der Eigentümer nach Modernisierung, Barrierefreiheit und Energieeinsparung zu erfüllen. „In diesem Spannungsfeld bewegt sich die Denkmalpflege“, heißt es im Jahrespressebericht.

Beim Haus Marienhude, der ehemaligen Fabrikantenvilla Bornemann, an der Ecke Hohe Straße/Lärchenstraße in Hude sei es möglich gewesen, beide Interessen zu verbinden. Es handelt sich um ein durch englische Architektur geprägtes Gebäude, das ein Investor gekauft hatte, um es als Tagepflegeeinrichtung und zur Wohnungsvermietung zu nutzen. Viele Vorgespräche waren erforderlich, bis das Sanierungs- und Planungskonzept genehmigungsfähig war.

„Hier ist es allen Beteiligten gelungen, das historisch wichtige Erdgeschoss in wesentlichen Bereichen im Originalzustand und Teile wie die original eingebauten Fenster, darunter seltene Schiebefenster, zu erhalten und wieder gangbar zu machen“, meint Denkmalpfleger Stefan Effenberger. 

Alle Stockwerke barrierefrei erreichbar

Damit die einscheibenverglasten Fenster nicht zu einem energetischen Schwachpunkt im Gesamtkonzept werden, sollen zusätzlich einfache Fenster mit Mehrscheibenverglasung eingebaut werden. Diese ordnen sich optisch den Originalfenstern unter und erfüllen ausschließlich den Zweck der Energieeinsparung. Um das Gebäude auch barrierefrei zu nutzen, wird ein Fahrstuhl in der Nähe des Eingangs eingebaut, von dem aus alle Stockwerke zu erreichen sind. An keiner anderen Stelle des Hauses wäre der Aufzug denkmalrechtlich vertretbar gewesen. Allerdings wird deswegen eine größere Dachgaube erforderlich. Diese soll sich in die vorhandene harmonische Dachlandschaft einfügen. „Der Baumeister und Planer der Villa Bornemann wäre sicher mit dem Ergebnis der Planung einverstanden gewesen“, meint Effenberger.

Hausbesitzer, die einen denkmalrechtlichen Mehraufwand beim Sanieren oder Erhalten haben, dürfen übrigens auf Mittel vom Landkreis hoffen. So wurden 2017 für 15 Maßnahmen insgesamt rund 50 000 Euro bewilligt. Interessierte Denkmaleigentümer können sich an die Kreisverwaltung wenden. Ansprechpartner ist Effenberger unter Telefon 04431/85386 und per E-Mail an stefan.effenberger@oldenburg-kreis.de. - bor

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