Politische Beratungen in Hude laufen 

Letzte Gemeinde im Landkreis plant eine Jugendfeuerwehr

Hude - Von Ove Bornholt. Gemunkelt hat man schon eine Weile, nun wird es offiziell: In der Gemeinde Hude könnte eine Jugendfeuerwehr eingerichtet werden. Damit hätten alle Kommunen im Landkreis Oldenburg eine Abteilung für angehende Brandschützer.

Das Thema steht am Montag, 4. Juni, ab 17 Uhr im Ausschuss für Jugend, Gesellschaft und Soziales im Huder Rathaus auf der Tagesordnung. „Die Feuerwehr will mittelfristig einem aufgrund demografischer Faktoren zu erwartendem Nachwuchsmangel entgegenwirken“, heißt es in der Sitzungsvorlage. Die Sicherstellung des Brandschutzes sei eine Pflichtaufgabe der Gemeinde, weshalb die Nachwuchsgewinnung durch die Gründung einer Jugendfeuerwehr verwaltungsseitig ebenfalls unterstützt werde. Für dieses Jahr sind 5 000, für nächstes Jahr rund 25 000 Euro vorgesehen. Das Geld dient dazu einmalige Anschaffungen wie Spinde und Regale sowie die Einkleidung und Material für ein Zeltlager zu finanzieren.

Thema intern kontrovers diskutiert

Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf betont, dass die endgültige Entscheidung über die Einrichtung einer Jugendfeuerwehr noch nicht gefallen ist. Erst einmal sind nur die führenden Köpfe der Ortsfeuerwehren mit an Bord. Die „einfachen“ Brandschützer sollen aber ebenfalls noch gehört werden. Offenbar ist das Thema bereits kontrovers diskutiert worden. Hattendorf ist sich der Arbeit, die mit der Ausbildung und Förderung der Jugendlichen verbunden ist, bewusst. „Wir gehen das Thema ganz entspannt und nach allen Seiten guckend an“, versichert er. Derzeit seien die Wehren in der Gemeinde personell gut aufgestellt. „Aber in zehn, 15 Jahren haben wir möglicherweise eine Lücke, weil viele Kameraden in die Altersabteilung wechseln.“

Die Huder können bei ihrem Vorhaben auf die Unterstützung des Kreisjugendfeuerwehrwartes Werner Mietzon zählen. Der Wildeshauser weiß, dass mit einer Jugendabteilung „eine Masse Arbeit“ verbunden ist. Die im Raum stehenden Angaben zur Finanzierung bewertet er als durchaus auskömmlich.

Pendant in Harpstedt schon 1969 gegründet

Hude gehört allerdings zu den Nachzüglern im Landkreis. In der Samtgemeinde Harpstedt wurde bereits 1969 die erste Jugendfeuerwehr gegründet, damals gehörte die Kommune allerdings noch dem Landkreis Grafschaft Hoya an. Deswegen ist die Harpstedter Jugendfeuerwehr auch nicht die älteste der derzeit 16 Jugendwehren im Landkreis Oldenburg. Diese Ehre gebührt den Bookholzbergern, die ihre Jugendabteilung 1978 aus der Taufe gehoben haben und das 40-jährige Bestehen am Sonntag, 10. Juni, beim Ganderkeseer Gemeindefeuerwehrtag in Bookholzberg feiern.

Huder Jugendliche, die sich für den Brandschutz interessierten, sind bis dato gezwungen, auf Nachbarwehren wie beispielsweise Bookholzberg auszuweichen. Aber auch in Schierbrok oder in der Wesermarsch befinden sich Jungen und Mädchen aus Hude in den Jugendabteilungen. Vielleicht ja nicht mehr lange.

Rubriklistenbild: © imago/biky

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema:

Trump besucht Brandgebiet in Kalifornien

Trump besucht Brandgebiet in Kalifornien

Frau stirbt bei Protest gegen hohe Spritpreise in Frankreich

Frau stirbt bei Protest gegen hohe Spritpreise in Frankreich

Tijuana bereitet sich auf Ankunft weiterer Migranten vor

Tijuana bereitet sich auf Ankunft weiterer Migranten vor

Fotostrecke: Training in der Mini-Gruppe

Fotostrecke: Training in der Mini-Gruppe

Meistgelesene Artikel

Feuerwehr stellt sich auf neue Einsatzlagen ein

Feuerwehr stellt sich auf neue Einsatzlagen ein

84-Jährige rauscht rückwärts in Wand eines Getränkemarkts

84-Jährige rauscht rückwärts in Wand eines Getränkemarkts

Harmonie im Wildeshauser Finanzausschuss endet beim Schultausch

Harmonie im Wildeshauser Finanzausschuss endet beim Schultausch

Hähnchenmast in Amelhausen muss eingestellt werden

Hähnchenmast in Amelhausen muss eingestellt werden

Kommentare