70.000 bis 80.000 Besucher bei Messe in Wüsting erwartet

Landtage Nord setzen auf Aufklärung der Verbraucher

Mehr als 600 Aussteller werden auf der Messe vertreten sein. Die Nachfrage ist wie in den Vorjahren groß. - Fotos: Landtage Nord

Wüsting - Von Ove Bornholt. Die Messe ist längst ein Pflichttermin für viele Landwirte, eignet sich aber auch für einen Familienausflug und soll dieses Jahr besonders Verbraucher informieren. Die Rede ist von den Landtagen Nord an der Holler Landstraße in Wüsting. Am Freitag, 18. August, geht die mittlerweile 14. Auflage los. Vier Tage lang präsentieren mehr als 600 Aussteller sich und ihre Produkte auf einer 13 Hektar großen Fläche. 70 000 bis 80 000 Besucher werden erwartet. Am Donnerstag informierte Geschäftsführer Helmut Urban die Presse über die Neuerungen im Vergleich zum Vorjahr.

Die Veränderungen sind nicht groß, so viel kann man sagen. Genau genommen sind sie nur etwa einen Meter hoch, haben vier Beine und wiegen zwischen 150 und 170 Kilogramm. Es handelt sich um Dexter-Rinder, die Carsten und Heidi Meyer aus Tossens (Landkreis Wesermarsch) erstmals in Wüsting präsentieren. Die südwest-irische Rasse gilt als selten und liefert sowohl Milch als auch Fleisch.

Neben ihren kleinen Verwandten wirken die Welsh Black Rinder wie Riesen. Die ausgewachsenen schwarzen Bullen aus Wales erreichen schon mal ein Gewicht von über einer Tonne. Sie sind allerdings – ungeachtet der mächtigen Hörner – für ihr friedliches Wesen bekannt, heißt es zumindest im Pressetext zu den Landtagen. Wer sich die Tiere nicht nur anschauen, sondern auch anschaffen möchte, wird eventuell bei der Bundesjungtierschau (Sonntag, 20. August, ab 11 Uhr) und dem anschließenden Jungzüchterwettbewerb (etwa ab 14 Uhr) fündig.

Praxisvorführungen locken Publikum

Wer nicht zu den Rinderliebhabern zählt, ist möglicherweise bei den Praxisvorführungen gut aufgehoben. An jedem Messetag werden jeweils ab 13 Uhr Techniken aus der Land- und Kommunaltechnik, aber auch für den heimischen Garten gezeigt. Unter anderem demonstrieren Mähroboter, was sie können. Zudem geht es um die Un- oder Wildkrautbekämpfung in großem und kleinem Rahmen. Mit Infrarot, Wasserdampf und heißer Luft rücken Experten den ungeliebten Pflanzen zu Leibe. Und das ohne den Einsatz von Chemikalien, also ökologisch nachhaltig.

Apropos Naturschutz. Geschäftsführer Urban legt Wert darauf, dass die Messe der Information von Verbrauchern dient. „Sie soll auch aufklären. Und das teilweise Negativ-Image der Landwirtschaft in ein anderes Licht rücken.“ Die Besucher erwarten „objektive Informationen“, kündigt er an. Gleichzeitig fordert Urban, der auch Geschäftsführer des in Wüsting ansässigen gleichnamigen Futtermitteltechnik-Herstellers ist, Transparenz von den Bauern.

Nach den erfolgreichen Auflagen in den vergangenen Jahren wünscht Urban sich, dass auch mehr Stadtbevölkerung zu den Landtagen kommt. Oldenburg sei mit der Bahn schließlich nur sechs Minuten entfernt. Nach Bremen seien es 25 Minuten. „Wir möchten, dass Familien sich wohlfühlen. Hier kann jeder für kleines Geld einen schönen Tag verbringen“, wirbt das Messe-Urgestein für die Veranstaltung.

Die Preise sind im Vergleich zum Vorjahr gleich geblieben. Erwachsene zahlen acht Euro. Pro Kind (sechs bis 14 Jahre) werden vier Euro fällig. Und eine Familienkarte (zwei Kinder, zwei Erwachsene) schlägt mit 19 Euro zu Buche. Mehr Infos stehen im Netz.

www.landtagenord.de

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