In der Gemeinde Hude

Kinder von Feuerwehr-Müttern haben „Alarm-Muttis“

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Gemeindebrandmeister Frank Hattendorf lobt den Einsatz von Rita Henning (r.) und Mirjam Blankemeyer, die das Kind ihrer Nachbarin im Arm hat.

Hude - Wenn die Feuerwehrleute in der Gemeinde Hude per Sirene oder Funkmeldeempfänger zum Einsatz gerufen werden, stehen „Alarm-Muttis“ parat. Die Freiwilligen kümmern sich um die Kinder von Feuerwehrleuten, die sonst ohne Aufsicht wären.

Einsätze sind nicht planbar und kommen unverhofft an 365 Tagen im Jahr zu jeder Uhrzeit vor. Sind die ehrenamtlichen Helfer Eltern von kleinen Kindern, können sie diese nicht allein zu Hause zurücklassen. Hat man dann keine Nachbarn, die spontan aufpassen können, oder Verwandte in der Nähe wohnen, können die Kameraden nicht zu Einsätzen fahren, obwohl oftmals jede Hand gebraucht wird. In Hude gibt es deswegen die Möglichkeit, sein Kind im Einsatzfall mit zum Feuerwehrhaus zu bringen und bei Rita Henning abzugeben, wenn diese zu Hause ist, heißt es in einer Pressemitteilung der Feuerwehr Hude.

Kinder haben ihren eigenen Spind

Henning wohnt direkt über dem Gebäude und befindet sich bei Einsätzen meistens in der Fahrzeughalle, um Tore und Türen für die Einsatzkräfte zu öffnen. In diesen Fällen können ihr schon mal ein paar Kinder überlassen werden, wenn die Eltern so schnell keinen Aufpasser haben. Meistens werden die Jungen und Mädchen dann im Unterrichtsraum des Feuerwehrhauses bespaßt.

Seit dem Umbau des Gebäudes gibt es auch mehr Platz in dem Gebäude, und in der Damenumkleide stehen mehrere Spinde leer. Einer davon ist von den Kindern belegt worden. Darin befindet sich neben Windeln, Kleidung, Spielzeug und Getränken eigentlich alles, was ein Kind so braucht. Außerdem wurde ein Wickeltisch gefertigt, der auch bei öffentlichen Veranstaltungen der Feuerwehr oft genutzt wird.

„Da es immer mehr Frauen in der Feuerwehr gibt, steigt auch der Anteil der Mütter bei den Brandschützern“, heißt es in der Mitteilung weiter. Gerade für sie sei es praktisch, ihre Kinder im Gerätehaus abgeben zu können, denn ihre Partner seien oft ebenfalls in der Feuerwehr tätig.

„Das erste Kind, auf das ich aufgepasst habe, ist heute schon fast 21 Jahre alt“

Aber auch schon früher hat der eine oder andere Feuerwehrmann seinen Nachwuchs mit zum Einsatz gebracht. „Das erste Kind, auf das ich aufgepasst habe, ist heute schon fast 21 Jahre alt“, erinnert sich „Alarm-Mutti“ Henning.

Auch in Altmoorhausen gibt es Freiwillige, die sich im Einsatzfall um Kinder kümmern. Feuerwehrfrau Sabrina Borchers freut sich, dass sie jemanden gefunden hat, der auf ihre Tochter Lia aufpasst. Der Vater des Kindes ist ebenfalls in der Feuerwehr und muss im Einsatzfall genauso schnell weg. Dass Borchers‘ Heim in unmittelbarer Nähe zum Feuerwehrhaus liegt, macht die Sache leichter, denn so bleibt etwas Zeit, um Nachbarin Mirjam Blankemeyer zu alarmieren. Diese eilt dann schnell zu ihr nach Hause.

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