7. Jakkolo-WM in Wüsting / Teilnehmer aus Europa, Südkorea, Surinam, Syrien und USA

Familientreffen mit Weltmeisterschaft

Rund 250 Spieler kamen in Wüsting zusammen.

Wüsting – Dass es nur wenig später in harten Wettkämpfen um Preise, Titel und Trophäen ging, danach sah es anfangs nur bedingt aus: Rund 250 Spieler aus 13 Nationen treten seit Freitagmittag bei der zweitägigen Jakkolo-Weltmeisterschaft in Hude an. Veranstaltungsort ist die Messehalle Urban, die sonst unter anderem bei den Landtagen Nord zum Einsatz kommt und die der Unternehmer dem deutschen Jakkolo-Bund zur Verfügung gestellt hat.

Schon vor Beginn der Eröffnung bevölkerten die Mannschaften die Halle. Gut gelaunt, entspannt oder bereits ausgelassen, suchten und fanden sie das Gespräch mit anderen Nationalspielern: Die Welt-Jakkolo-Gemeinde ist klein und so kennen sich die Teilnehmer meist schon von anderen Turnieren her. Zu einer ausgewählten Einzugsmusik betraten die Mannschaften dann die Halle. Zunächst standen die deutschen Spieler Spalier, nach und nach dann alle bereits Eingezogenen an ihren Brettern. Alle begleiteten den Einmarsch mit Klatschen und Jubelrufen. Angeführt wurde jede Mannschaft in ihren Nationaltrikots von einem Kind, das die Nationalflagge schwenkte. Ohne Musik aber mit lautstarken „Scha-la-la-la-la“-Gesängen zogen zuletzt die Gastgeber ein. Der Beifall war von der Größe der Mannschaft unabhängig. Die kleinen Teams aus Surinam, USA, Südkorea, Syrien oder die beiden tschechischen Spieler bekamen nicht weniger Applaus als die 40-köpfige Gruppe aus Frankreich – oder das große Team des Titelverteidigers aus den Niederlanden. Viele Sportler filmten die einziehenden Spieler mit ihren Smartphones.

Für den Schirmherren hatte der Landtagsabgeordnete Karl-Heinz Bley (CDU) die Veranstaltung eröffnet, als Stellvertreter des Umweltminister Olaf Lies’ (SPD). Dieser hätte seinerseits den Schirmherren, Ministerpräsident Stephan Weil (SPD), vertreten sollen. er musste aber selber kurzfristig absagen. Der Großteil der deutschen Spieler stamme aus Niedersachsen, mit vereinzelter Unterstützung aus Bayern, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, wusste der Christdemokrat. Das Jakkolo-Virus sei in den 1970er-Jahren aus den Niederlanden – dem Heimatland des Sports – zunächst ins Ammerland eingeschleppt worden. „Willkommen in Wüsting, Germany“, begrüßte Bürgermeister Holger Lebedinzew die Spieler, „Wüsting kann nicht klein, es kann nur groß“, sagte er mit Hinblick auf die „Landtage Nord“.

Weiter ging es mit den Vorstellungen der Nationalteams. Die Kapitäne durften kurz ihre Mannschaften präsentieren, danach erklang die jeweilige Nationalhymne. Dabei erfuhren die Zuhörer etwa, dass das irische Team eigentlich ein „europäisches Team“ ist, besetzt unter anderem mit Schotten und Engländern. Der Schwede Mattias Dalberg hatte ein kleines Buch mitgebracht: „Die Geschichte der Jakkolo-Schweden“, so der Titel des von ihm ersonnenen Werkes, handelte von zunächst erfolglosen Spielern, die es nach einer Anfrage eines deutschen Spielers auf Facebook über ihr Land hinaus geschafft haben und nun international spielen – und deutlich erfolgreicher als zuvor. Ayda Omar führte das fünfköpfige syrische Team an, das neben ihr aus Familienmitgliedern und Freunden bestand: Sie war 2016 in die Gemeinde Hatten geflüchtet. Ihr Wunsch für alle Spieler lautete: „Frieden, keinen Krieg“. Die Hatter Ratsvorsitzende Katja Radvan (SPD) hatte die Patenschaft für die Gruppe übernommen.

Heute stehen bereits die Final-Spiele an.  fra

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