Symbolische Grundsteinlegung der Erweiterung der Förderschule „Vielstedter Straße“ in Hude

Eine Zeitkapsel und ein „Sonnenstein“

Vier Männer mit Bauhelmen halten einen kupfernen Zylinder hoch.
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Mit der Zeitkapsel für den Schul-Neubau in Hude: Landrat Carsten Harings, der Vorsitzende des Kreis-Schulausschusses, Bernd Bischof, Schulleiter Bernhard Rausch-Döbbelin und Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew (v.l.)

Hude – Schulleiter Bernhard Rausch-Döbbelin hält einen roten Ziegel hoch: Auf der Oberseite ist in grüner Farbe eine Sonne aufgemalt, auf der Stirnseite steht das Wort „Sonnenweg“. Der Schulleiter der Huder Förderschule Vielstedter Straße steht vor einer Gruppe Kinder, Kollegen und Eltern sowie Vertretern der Kreisverwaltung. Hinter ihm entsteht ein großer Neubau, das Erdgeschoss ist bereits fertig.

„Wisst ihr noch, was hier gestanden hat?“, fragt er die Schüler. „Die alte ,Sonnenschule‘, wo ihr euch immer so wohlgefühlt habt“, gibt er die Antwort selber. Gemeint ist damit das Gebäude der ehemaligen katholischen Grundschule, das später von der Förderschule genutzt wurde und nun für den Neubau Platz machen musste. Dort entstehe nun „eine neue und ganz schicke Schule“, so Rausch-Döbbelin. Und er freue sich, dass diese dann dem Förderschwerpunkt geistige Entwicklung „von A bis Z“ entsprechen werde. Der Ziegel werde einen ganz besonderen Platz in dem Neubau bekommen, versprach er. Bis es so weit ist, könnten die Kinder jeden Tag beobachten, wie ihre Schule jeden Tag etwas größer werde.

„Ich bin ein bisschen überrascht, wie weit wir schon sind“, sagte Landrat Carsten Harings mit Hinblick auf die geplante, symbolische Grundsteinlegung. Er unterstrich die Bedeutung der Einrichtung; „Die Förderschulen sind und bleiben ein wichtiger Bestandteil im Landkreis Oldenburg.“ Und in dieser Sache wisse er auch den Kreistag an seiner Seite. Hier werde eine „exzellente Arbeit“ geleistet, die nicht wegzudenken sei, lobte der Kreishauschef – und das, ohne die Inklusion infrage zu stellen. Die Entwicklung der Anmeldezahlen der Förderschule stellten deren Qualität und den Bedarf eindrucksvoll unter Beweis – und machten diesen Erweiterungsbau notwendig.

Landkreis investiert 4,6 Millionen Euro

Künftig sollen in dem dritten Standort der Förderschule (neben dem Hauptgebäude und dem an der Ulmenstraße, der von den Abschlussklassen genutzt wird) die mittleren Klassen untergebracht werden. Für sie stehen dann neun allgemeine Räume zur Verfügung. Hinzu kommen Fachräume, eine Lehrküche sowie Therapieräume für den Bereich Logopädie, Ergo- und Physiotherapie und ein „Snoozleraum“, erläuterte Harings. Das Foyer könne auch als Pausenhalle genutzt werden. Wichtig seien eine Taxiauffahrt und Parkplätze, die helfen sollen, die Verkehrssituation in dem Bereich zu entspannen. Das tägliche Fahrzeugaufkommen in den schmalen Straßen in dem Bereich Hudes hatte im Vorfeld zu einigen Diskussionen geführt. Das Dach wird mit einer Photovoltaikanlage ausgestattet, die Klassenräume erhalten Lüftungsanlagen. Laut Harings entsteht auf 1 320 Quadratmeter Grundfläche eine Nutzfläche von 1 950 Quadratmetern. Der Landkreis investiert laut Planungen rund 4,6 Millionen Euro.

Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew griff die Worte Harings" auf. Die Verkehrssituation sei in der Tat „nicht ganz unprekär“. Doch sei die Gemeinde nach langen Gesprächen sowie vielen Diskussionen in den Gremien dem Wunsch des Landkreises nachgekommen. Die Schule Vielstedter Straße „gehört zu Hude, wie jede andere Schule auch“, sagte der Rathauschef. Die Anmeldezahlen „steigen konstant und das nicht unerheblich“, so Lebedinzew. Deswegen habe die Kommune letztlich das Grundstück „diesem öffentlichen Zweck“ zur Verfügung gestellt. Die Förderschule sei – im Vergleich zu allen anderen Systemen, die in Deutschland aktuell diskutiert werden – besser. Die Schule werde sicherlich kein „Monumentalbau“, doch „so ganz klein wird sie auch nicht“ , jedoch größer als die Grundschule, sagte Lebedinzew. Abschließend hatte er noch ein Lob für die Lehrer: „Es ist wirklich tolle Arbeit, die Sie hier leisten.“

Anschließend mauerten Harings, Lebedinzew, Rausch-Döbbelin und der Vorsitzende des Kreis-Schulausschusses, Bernd Bischof, eine Zeitkapsel ein. Diese enthält neben einer Zeitungsseite und etwas Geld einige Wünsche der Schüler, die diese in den vergangenen Wochen erarbeitet hatten.  fra

Schulleiter Rausch-Döbbelin präsentiert den Ziegel, der in dem Neubau einen besonderen Platz erhalten soll.

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