Polizei bezieht in Hude neues Dienstgebäude / Polizeipräsident lobt Zusammenarbeit

Ein Neubau mit mehreren Gewinnern

Der Neubau passt sich architektonisch den übrigen Gebäuden an.
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Der Neubau passt sich architektonisch den übrigen Gebäuden an.

Hude – Sein neues Büro liegt Luftlinie nur zehn Meter von dem alten entfernt. „Die Möbel konnten wir herübertragen“, sagte Hauptkommissar René Mahnke (51), Leiter der Polizeistation Hude. Zusammen mit seinen zwölf Kollegen arbeitet er jetzt in einem kürzlich fertiggestellten Dienstgebäude im Ortskern. An der offiziellen Eröffnung am Donnerstagmorgen hatten unter anderem Johann Kühme, Polizeipräsident der Polizeidirektion Oldenburg, und Polizeirätin Gerke Stüven, Leiterin des Polizeikommissariats Wildeshausen, teilgenommen.

Auch wenn aufgrund der aktuellen Situation die Runde der Teilnehmer nur recht klein sein könne, hatte sie bei der Begrüßung der Anwesenden gesagt, „der Anlass ist ein freudiger“. Das sah Kühme nicht anders. Es sei Höhepunkt, „verdienstvollen Kollegen“ ein neues Gebäude zu übergeben. Dies hätte eigentlich einen größeren Anlass verdient: nicht zuletzt aufgrund der unmittelbaren Nachbarschaft zu Rettungsdienst, Feuerwehr und der Gemeindeverwaltung. Diese räumliche Nähe sei auch als ein Zeichen der Verbundenheit zu verstehen, die weiterhin Absprachen erleichtern und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit ermöglichen werde, lobte der Polizeipräsident. Von der Größe des Gebäudes sei eine Umsetzung vielleicht nicht zwingend notwendig gewesen, so Kühme weiter. Doch weise der Neubau einige wichtige Verbesserung auf, insbesondere eine Sicherheitsschleuse am Eingang.

„Die Polizei wird sich niemals aus der Fläche zurückziehen“, versprach der Polizeipräsident. Somit sei der Bezug auch als ein „klares Bekenntnis für die Polizei vor Ort“ zu verstehen. Dies trage mit zum Sicherheitsgefühl der Menschen bei – „und das hat auch was mit Lebensqualität zu tun“, unterstrich er. „Wir haben unsere Bürger im Blick – und das ist positiv gemeint“, ergänzte er. Diese Ausrichtung kennzeichne denn auch die Arbeit einer Polizeistation. „Alle verfolgen die zunehmende Respektlosigkeit in der Gesellschaft“, so Kühme. Und es gebe nicht nur Gewalt gegen Polizisten, sondern auch gegenüber der Feuerwehr, dem Rettungsdienst sowie Mandatsträgern und der Verwaltung. Auch in diesem Punkt gebe es eine Verbundenheit mit den Genannten: „Wir handeln nicht nur entschlossen, sondern auch geschlossen“, sagte Kühme.

Der Neubau, in Zusammenhang mit dem der Rettungswache, sei seinerzeit von der „Einheit des Rates“ getragen gewesen, betonte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew. Im Rahmen der Neuvergabe des Rettungsdienstes habe die Kommune deren Erhalt sicherstellen wollen. Das Bauvorhaben sei für viele Huder „vielleicht unverständlich“ gewesen, räumte er ein. Dabei habe es nahegelegen, im Rahmen eines „geschlossenen Konzepts“ einen weiteren Partner ins Boot zu holen – neben den Johannitern eben die Polizei. Sicherlich hätten sich manche Einwohner vielleicht auch eine andere Vermarktung der Flächen im Ortskern vorstellen können, so Lebedinzew. Doch profitiere auch die Verwaltung: Denn die Gemeinde könne die frei werdenden Räume – direkt am Rathaus – gut für die eigenen Zwecke nutzen. Schließlich wachse auch hier der Raumbedarf. Dies erspare der Kommune, gegebenenfalls andernorts Büros zu mieten. Somit hätten sich durch die Maßnahme alle Beteiligten verbessert. Er könne sagen, dass es „an dem heutigen Tage nur Gewinner gibt“. Und nicht zuletzt sei auch die Refinanzierung zu 100 Prozent gesichert – und zwar über die Mieten, die der Landkreis für die Rettungswache und die Polizei für ihre Dienststelle entrichten. „Das ist nicht selbstverständlich im kommunalen Bereich.“

Die Gemeinde hatte rund 1,775 Millionen Euro für den Neubau geplant. Die abschließende Rechnung sei noch nicht erfolgt, doch werde der Kostenrahmen aller Voraussicht nach eingehalten, war von der Verwaltung zu erfahren. Die Polizei hat das Gebäude für zunächst 15 Jahre angemietet, mit einer Option für eine entsprechende Verlängerung. Der Vertrag war im Oktober 2018 unterzeichnet worden. Das Bürogebäude mit seinen 266 Quadratmetern Nutzfläche – wenige Meter vom Rathaus entfernt – war nach rund 14-monatiger Bauzeit bezugsfertig. Der Rettungsdienst verfügt über 289 Quadratmeter.  fra

Offizielle Eröffnung in Hude: Polizeipräsident Johann Kühme, Stationsleiter Hauptkommissar René Mahnke, Bürgermeister Holger Lebedinzew und Peter Zwiener (stellvertretender Ratsvorsitzender, v.l.) vor dem Neubau in der Ortsmitte. Es liegt in unmittelbarer Nähe des Rathauses. Fotos: Franitza
René Mahnke mit Kommissariatsleiterin Gerke Stüven.

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