Erster Jahrgang macht das Staatsexamen 

DRK bildet erstmals Notfallsanitäter in Hude aus

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Diese neun Absolventen sind glücklich: Als erster Jahrgang haben sie die Ausbildung zum Notfallsanitäter in Hude erfolgreich abgeschlossen.

Hude - Von Frauke Kuffel. Die ersten Absolventen der DRK-Notfallsanitäterausbildung bekamen am Mittwochmittag im Restaurant „Klosterschänke“ in Hude ihr Staatsexamen ausgehändigt.

Nur ein paar Stunden vor der Zeugnis - Übergabe absolvierten die Auszubildenden die abschließende mündliche Prüfung. In den Tagen und Wochen zuvor wurden sie bereits schriftlich und praktisch gefordert.

Wer es geschafft hat, hat gleich einen Job: „Die Absolventen werden zu 100 Prozent übernommen“, so Markus Macke, Praxisanleiter des DRK-Kreisverbandes Cloppenburg, „wenn sie denn wollen.“ Neun Frauen und Männer beendeten erfolgreich die Abschlussprüfungen. Zwei schafften es nicht, werden aber noch in diesem Jahr erneut geprüft.

Für die schulische Ausbildung besuchten die jungen Absolventen die DRK-Rettungsschule in Hude, an der sie von verschiedenen Dozenten und Notärzten ausgebildet wurden. Den praktischen Teil lernten sie in den Rettungswachen der Umgebung von Cloppenburg über Bremervörde bis ins Ammerland.

Beruf mit viel Verantwortung

„Der Beruf bedeutet viel Verantwortung, aber darauf wurden wir von der Schule und den Betrieben gut vorbereitet“, sagte Jonas Alberding. Der 24-Jährige hat im Kreis Cloppenburg gelernt und ist auch in Zukunft als Notfallsanitäter des DRK-Cloppenburg tätig. Er ist froh, dass er nun in die Arbeitswelt wechselt. „Vorbereitung und Einstellung helfen dabei, mit schwierigen Einsätzen gut umzugehen“, erklärte der Absolvent. „Die drei Jahre waren hart, aber nicht umsonst. Mir macht die Arbeit wirklich Spaß.“

Auch Michael Venzke, der Kreisgeschäftsführer des DRK, hält die jungen Menschen für gut vorbereitet „auf das, was euch im Berufsleben erwartet“.

Krankenkassen übernehmen Kosten

Die neue Ausbildung löst seit 2014 den Rettungsassistenten als höchste nichtärztliche Qualifikation ab. Der schulische Teil ist mit einer Dauer von drei Jahren um ein Jahr länger.

Und auch sonst gibt es Änderungen: In der kostenfreien Ausbildung, die von den Krankenkassen finanziert wird, lernen die Schüler nun auch invasive Maßnahmen. Das bedeutet, dass sie damit zu Eingriffen berechtigt sind, die bisher nur Ärzten erlaubt waren.

Laut Doktor Uwe Lühmann vom Niedersächsischen Ministerium für Inneres und Sport, eröffnet dieser Beruf durch die deutlich erweiterten Kompetenzdefinitionen neue Wege in der Notfallmedizin.

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