Bewohner können Koffer packen

Neues Gebäude der Huder Jugendhilfe-Einrichtung Lindenhof fast bezugsfertig

 Einrichtungsleiterin Katharina Kruse-Matyl (rechts) und Insa Oltmanns, Betreuerin in der Jugendwohngruppe vor dem neuen Gebäude.
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Zeigen das Gebäude, in der die Jugendwohngruppe im Herbst einziehen wird: Einrichtungsleiterin Katharina Kruse-Matyl (rechts) und Insa Oltmanns, Betreuerin in der Jugendwohngruppe.

Die Zimmer waren schon verteilt, als erst der Rohbau stand. Inzwischen hat der Innenausbau des neuen Zuhauses für die Jugendwohngruppe der diakonischen Kinder- und Jugendhilfeeinrichtung Lindenhof in Hude begonnen. Das teilt Pressesprecherin Kerstin Kempermann vom Diakonischen Werk Oldenburg in einem Schreiben mit. Ende Oktober können neun Jugendliche in den rund 300 Quadratmeter großen Neubau umziehen.

Hude – Diese Wohngruppe, die zuvor in dem sanierungsbedürftigen Altbau untergekommen war, ist – wie alle Bewohner der Einrichtung – stationär aufgenommen. So könne besser auf die individuellen Bedürfnisse eingegangen werden. Dabei geht es besonders um die Stärkung familiärer Beziehungen und Bindungen, die Förderung individueller und sozialer Entwicklungen sowie die Erarbeitung schulischer und beruflicher Kompetenzen, heißt es in dem Schreiben weiter. Das Team aus 23 Mitarbeitern unterstützt die Jugendlichen dabei, langfristig eigenverantwortlich und selbstständig ihr Leben zu gestalten.

Von Anfang an haben die Jugendlichen den Bau mit großem Interesse verfolgt.

Insa Oltmanns, Betreuerin in der Jugendwohngruppe

„Von Anfang an haben die Jugendlichen den Bau mit großem Interesse verfolgt“, berichtet Insa Oltmanns, Betreuerin in der Jugendwohngruppe, und ist voller Vorfreude auf den bevorstehenden Umzug. Derzeit ist die Jugendgruppe im historischen Altbau untergebracht. Einrichtungsleiterin Katharina Kruse-Matyl erinnert sich an den Tag, als der Lastwagen mit den Wänden des Gebäudes kam. „,Das Haus kommt‘, hat einer der Jugendlichen damals gerufen. Und alle haben gespannt verfolgt, wie der Kran dann die Einrichtung aus den vorgefertigten Wänden gepuzzelt hat.“

Die Zimmer seien jeweils 15 Quadratmeter groß und drei Bewohner werden sich künftig je ein Badezimmer teilen. Es gebe eine großzügige Küche, ein Wohnzimmer, einen Hausaufgabenraum und Nebenräume. „Es wird ein sehr lichtdurchflutetes Gebäude“, so Kruse-Matyl. Der Nachtdienst erhalte zudem ein separates Zimmer. Und ein barrierefreier Raum bietet die Möglichkeit, auch Jugendliche mit körperlichen Beeinträchtigungen aufzunehmen.

Zweites Gebäude schon in Planung

Eingerichtet wird das Haus zum Teil mit neuen und zum Teil mit alten Möbeln, die aus der anderen Wohnung stammen. „Das Thema Nachhaltigkeit ist für uns im Lindenhof sehr wichtig“, sagt Kruse-Matyl. Und die Jugendlichen seien auch in anderer Form in die Veränderungen der Einrichtung mit einbezogen worden. Gemeinsam mit den Betreuern haben sie geholfen, den Dachboden des Altbaus leer zu räumen und somit die weiteren Veränderungen auf dem Gelände der Jugendhilfe-Einrichtung vorzubereiten. Denn das neue Haus sei erst der erste Bauabschnitt. Nach dem Umzug der Jugendwohngruppe steht der Bau eines neuen Gebäudes für die zweite Wohngruppe an, in der sich sieben ältere Jugendliche auf die Verselbstständigung vorbereiten. Damit verbunden ist ein Teilabriss bestehender Gebäude. Wann der Bau begonnen werden kann, stehe aufgrund der aktuellen Situation bezüglich steigender Wertstoff- und Baupreise noch nicht fest.

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Nicht abgerissen wird der Altbau. Er wird nach dem Umzug der Gruppen saniert. Dann sollen auch Räumlichkeiten für eine dritte Wohngruppe entstehen. Denn der Bedarf an stationären Plätzen der Jugendhilfe ist groß.

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