Ansehen der Gemeinde soll dadurch steigen

Hude will eine Stadt werden

Hude - Aus der Gemeinde Hude soll die Stadt Hude werden. Das geht aus der Vorlage für die Sitzung des Ausschusses für Entwicklung und Umwelt hervor. Von der Aufwertung verspricht sich Bürgermeister Holger Lebedinzew eine Verbesserung des Ansehens der Kommune – zum Beispiel bei Ärzten, Neubürgern, die ein Haus bauen wollen, und Unternehmen.

Lebedinzew stellt fest, dass die Gemeinde sich seit Jahren im Wettbewerb um Einwohner und Gewerbebetriebe befindet. „Wir verzeichnen schon jetzt eine deutlich rückläufige Anzahl an Bewerbern auf ausgeschriebene Stellenanzeigen“, hat der Verwaltungschef beobachtet. Die Nachfrage nach Gewerbegebieten stagniere derzeit, „obwohl die Wirtschaft boomt“. Auch wenn sich die Einwohnerzahlen derzeit gut entwickeln würden, stellt er eine Landflucht fest. „Die jungen Menschen zieht es in die Städte.“

Durch die Ernennung hofft Lebedinzew darauf, dass zum Beispiel Banken bei Krediten für Grundstücke in der Stadt „ein (etwas) sichereres Gefühl haben als in einer Gemeinde (‚im Dorf‘)“, geht aus der Sitzungsvorlage hervor. Auch sei es womöglich einfacher, Mitarbeiter für eine Stadt- als für eine Gemeindeverwaltung zu gewinnen. Dies gelte ebenso für kommunalpolitischen Nachwuchs für den Rat.

Lebedinzew verweist auf die in seinen Augen hervorragende Verkehrsinfrastruktur, eine sehr gute Verfügbarkeit kommunaler Einrichtungen sowie Naherholungsmöglichkeiten. „Was derzeit fehlt, ist eine klare Formulierung der eigenen Stärke“, moniert der Bürgermeister. Dem soll durch die Ernennung zur Stadt durch das Innenministerium abgeholfen werden.

Eine Voranfrage beim Landkreis Oldenburg habe ergeben, dass dieser sich positiv zu einem solchen Ansinnen verhalten würde. Die Voraussetzungen für eine Aufwertung der Gemeinde seien vollumfänglich erfüllt, so Lebedinzew. Dazu gehört zum Beispiel, dass die Kommune mindestens 10000 Einwohner umfasst. Hude habe knapp 16000. Auch die Anforderungen an die Größe des Zentrums und die Angebote von Einzelhändlern reichen laut dem Bürgermeister aus.

Sollte es zur Ernennung zur Stadt kommen, kämen auf die Kommune kaum Kosten zu. Im Wesentlichen wären die Ortsschilder, das Briefpapier und die Internetseite anzupassen. Der Ausschuss diskutiert den Vorschlag am Mittwoch, 9. Dezember, ab 16.30 Uhr im Feuerwehrhaus. Der Rat entscheidet am Donnerstag, 17. Dezember, ab 17 Uhr im Rathaus endgültig.

bor

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