Huder Landmaschinenhersteller kauft neue Lackieranlage

Amazone investiert 20 Millionen Euro kräftig

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Die Anlage wird laut Geschäftsführung den „höchsten Umweltschutzanforderungen gerecht“.

Hude - Der Landmaschinenhersteller Amazone hat 20 Millionen Euro in sein Werk in Hude-Altmoorhausen investiert. Das Geld ist in eine neue Lackieranlage geflossen, die nun eingeweiht wurde.

Es handele sich um einen „wichtigen Meilenstein für das Werk Hude-Altmoorhausen“, freute sich Amazone-Geschäftsführer Christian Dreyer. Die neue Anlage sei die bislang größte Einzelinvestition in der Unternehmensgeschichte. „Diese Ausgabe hat sich gelohnt, denn wir verfügen jetzt über eine der modernsten Lackieranlagen in der Landtechnik-Industrie. Damit stärken wir unsere Position im Wettbewerb und sichern die Arbeitsplätze unserer Mitarbeiter“, führte Dreyer weiter aus.

„Haben Wachstumsmöglichkeiten erschaffen“

Dr. Stephan Evers, der als Mitglied der Geschäftsleitung unter anderem für das Huder Werk verantwortlich ist, sagte: „Amazone-Maschinen können jetzt nach dem modernsten Stand der Technik und unter den höchsten Umweltschutzanforderungen lackiert werden. Damit haben wir zugleich weitreichende Wachstumsmöglichkeiten für die Produktion in Altmoorhausen geschaffen.“ Dort sind rund 430 Mitarbeiter beschäftigt.

Die auf rund 8000 Quadratmeter überdachter Grundfläche erbaute KTL-Lackieranlage kann 750.000 Quadratmeter pro Jahr mit Farbe versehen. KTL steht für kathodische Tauchlackierung, die einen hochwertigen Korrosionsschutz entsprechend Automobil-Standard sicherstellt, heißt es in einer Pressemitteilung von Amazone.

Vorbehandlung für die Tachlackierung: 15 Tauchbecken

Die Anlage teilt sich in mehrere Funktionsbereiche auf, die durch ein 2,3 Kilometer langes Hängebahnsystem verbunden sind. Über dieses werden die zu lackierenden Teile mittels Laufwagen und Traggestellen automatisch von Station zu Station transportiert. Los geht es mit einer Vorbehandlung in 15 aufeinanderfolgenden Tauchbecken. Vor allem die Zinkphosphatierung ist wichtig, um eine optimale Haftung auf den metallischen Oberflächen sicherzustellen.

Anschließend wird der Lack über ein Elektrolyseverfahren auf den Bauteilen aufgebracht. Nach dieser KTL-Behandlung durchfahren die Laufwagen drei Öfen, in dem die Beschichtung bei 195 Grad eingebrannt wird. Durch spezielle Thermik entstünden nur minimale Wärmeverluste.

Auf die Hitze folgt eine Zone, in der sich die Teile auf weniger als 40 Grad abkühlen, bevor sie im 38 Kubikmeter fassenden Lackierbecken landen. „Dank Tauchverfahren können in diesem Becken auch Hohlräume und versteckte Bereiche vollständig mit umweltfreundlichem, Amazone-grünem Wasserlack beschichtet werden“, so das Unternehmen.

Alle Teile, die nicht tauchlackiert werden, gelangen nach Verlassen des Ofens zur Pulverbeschichtungskabine, wo sie mit unterschiedlichen Farben bemalt werden können. Gesteuert werden die Sprühpistolen über optische Sensoren, die die Abmessungen der Bauteile automatisch erkennen. Zusätzlich sind zwei Lackierer in der Kabine, um einzelne Bereiche von Hand zu beschichten. Im Anschluss erfolgt das Einbrennen der Farbe im Pulverbeschichtungsofen.

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