72-jährige Frau starb bei einem von dem Angeklagten verursachten Verkehrsunfall

Fahrlässige Tötung: 62-jähriger Huder verurteilt

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Mediengruppe Kreiszeitung

Hude/Oldenburg - Wegen fahrlässiger Tötung ist ein 62 Jahre alter Mann aus Hude zu einer Geldstrafe von 3600 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot verurteilt worden. Ein entsprechendes Urteil des Amtsgerichtes in Wildeshausen hat das Oldenburger Landgericht am Montag in zweiter Instanz bestätigt. Hintergrund des Verfahrens war der schwere Verkehrsunfall am 2. Februar des vergangenen Jahres in der Gemeinde Dötlingen, bei dem eine 72-jährige Frau ums Leben gekommen war.

Der Angeklagte hatte damals mit seinem Wagen eine Landesstraße überqueren wollen, dabei aber einen vorfahrtsberechtigten Transporter übersehen. Es kam zu einer heftigen Kollision, durch die mehrere Personen verletzt und die Frau getötet wurde. Der 62-Jährige soll durch die tief stehende Sonne geblendet worden sein. Das Todesopfer saß im Fahrzeug des Angeklagten auf der Rückbank. Für sie kam jede Hilfe zu spät. Auch der Angeklagte und sein Beifahrer wurden damals schwer verletzt.

Dem 62-Jährigen war eine grobe Verletzung seiner Sorgfaltspflicht vorgeworfen worden. Er hatte ein Stopp-Schild überfahren. Die strafrechtliche Aufarbeitung des tragischen Unfalls nahm dann Zeit in Anspruch. Zunächst war gegen den Angeklagten ein Strafbefehl erlassen worden. Der 62-Jährige sollte 1200 Euro zahlen und zwei Jahre auf seinen Führerschein verzichten.

Doch diese Führerscheinsperre war dem Angeklagten viel zu lang. Über seinen Anwalt legte er Einspruch ein. So kam es zu einem öffentlichen Verfahren vor dem Amtsgericht in Wildeshausen. Dort wurde der Angeklagte dann zu einer Geldstrafe von 3600 Euro und einem zweimonatigen Fahrverbot verurteilt. Doch auch das war dem Angeklagten zu viel. Das Geld habe er nicht und auf seinen Führerschein könne er aus beruflichen Gründen nicht verzichten, sagte er.

Gegen das Urteil des Amtsgerichtes hatte der 62-Jährige dann Berufung eingelegt mit dem Ziel, die Geldstrafe zu reduzieren und um das Fahrverbot ganz herumzukommen. Die Oldenburger Berufungskammer hielt das erste Urteil aber für völlig in Ordnung. Die Berufung des Angeklagten wurde deswegen verworfen.

wz

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