Sven Morscheck dreht Fanfilm zum Hörspielklassiker „Dorian Hunter“

Horror liegt im Dialog

Rein in die Zwangsjacke: In die Rolle des Norbert Helnweins schlüpfte kurz Produzent Sven Morscheck. ·

Wildeshausen - Von Joachim DeckerDer Täter ist in den Augen der Ermittler mit dem Wiener Antiquitätenhändler Norbert Helnwein sehr schnell gefunden – aber ob es auch wirklich der richtige ist, das steht in den Sternen. Der Wildeshauser Filmemacher Sven Morscheck hat jetzt den Fanfilm „Der 9te Sohn“ gedreht – als filmisches Denkmal für den Höspielklassiker „Dorian Hunter“.

Eigentlich handelt es sich um einen Film im Film, denn Morscheck, gespielt von Philipp Gorges, hat die glorreiche Idee, einen Film zu drehen, der die blutigen Morde an der Familie Zamis ins Visier nimmt. Nach anfänglichen Zweifeln bekommt er von Filmboss Körting den Zuschlag. Was der aber nicht weiß ist, dass der Anschein besteht, dass eben dieser Film Realität ist. Mit einer ziemlich verstrickten Handlung, die einige Haken schlägt, kommt schließlich der 27-Minuten-Streifen auf DVD daher.

Es war in Hamburg, wo Morscheck in der Vorführung des Live-Hörspiels vom „Dorian Hunter“ saß. „Plötzlich durchfuhr es mich wie ein Blitz, ich hatte die Idee, dass es einen Fanfilm vom Dämonkiller geben sollte“, erzählt Morscheck. Zu Hause angekommen, skizzierte er sofort seine Gedanken, schrieb ein Skript und machte sich Gedanken über die filmische Umsetzung: „Dann habe ich mich mit der Firma in Verbindung gesetzt, die die Hörspielreihe „Dorian Hunter“ produziert. Und diese zeigte sich von der ersten Sekunde an begeistert von dem Projekt eines Fanfilmes.“

Umgehend machte sich Morscheck an die Arbeit, castete Personen aus dem Bekannten- und Verwandtenkreis und rief zudem die Leute an, die auch für sein Hörspiel „Der Fluch des dunklen Professors“ schon gute Dienste geleistet hatten. „Über Facebook lernte ich sogar den bekannten Sprecher Santiago Ziesmer kennen, der vor allem bei Kindern durch seine Sprechrolle als ,Sponge Bob‘ bekannt ist, und den Ältere als engagierten Theaterschauspieler kennen“, betont Morscheck.

Seit Mitte 2010 waren er und sein Team dabei, den Film zu erstellen. Dafür waren sie an vielen dunklen Ecken rund um die Wildeshauser Geest unterwegs. Stets lag die Kameraführung in Morschecks Händen. Herausgekommen ist ein Streifen, der schon die gesamte Aufmerksamkeit des Betrachters erfordert. Im Mittelpunkt steht die „Irrenanstalt“. Hierfür diente Morscheck ein ehemaliger privater Swimming-Pool im Keller des Firmengebäudes seiner Eltern in Wildeshausen. Hier genau wird der verdächtige Helnwein, verpackt in eine Zwangsjacke, von Dr. Burger (Björn Dauskardt) vernommen. Immer wieder aber spricht der Antiquitätenhändler von einem Dorian Hunter, von okkulten Gewalt- sowie satanischen Verschwörungstheorien. Da im Streifen auf Blut und die Gräueltaten verzichtet wird, liegt der Horror eher im Dialog – in den Erzählungen der Protagonisten. Burger allerdings wird schnell an die Grenzen des Vorstellbaren geführt und Zeuge des Kampfes von Gut gegen Böse.

Zu sehen ist der Streifen im Internet unter http://www.hoerspielfilm.de. Über die Leinwand flimmert er am 22. August während des Slim-Filmfestes in Münster.

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