Neues Fahrzeug für Tagespflege angeschafft / Besucher kommen schnell miteinander ins Gespräch

Hol- und Bringdienst gesichert

Birte Nattkemper und Florian Stöver am neuen Fahrzeug der Tagespflege.

Wildeshausen - Von Joachim Decker· Schon seit einigen Wochen steht vor der Tür der Tagespflege des Altenzentrums Alexanderstift in Wildeshausen ein neues Fahrzeug. Dieses musste dringend als Ersatz angeschafft werden: „Damit ist unser Hol- und Bringdienst auch weiterhin gewährleistet“, sagt Birte Nattkemper, Pflegedienstleitung der Einrichtung.

Im Gruppenraum der Tagespflege sitzen elf Senioren, die sich ihr Frühstück schmecken lassen. „Im Durchschnitt haben wir hier täglich zehn bis elf Besucher, die ihren Tag von 8 bis 17 Uhr bei und mit uns verbringen“, berichtet Birte Nattkemper. Viele von ihnen müssten eben abgeholt und wieder nach Hause gebracht werden: „Und dafür benötigen wir das Fahrzeug, das acht Personen aufnehmen kann. Oder aber fünf sitzende Fahrgäste und zwei in Rollstühlen.“ Zwei Fahrer stünden für den Fahrdienst zur Verfügung.

Den Besuchern ist anzumerken, dass sie sich wohlfühlen, recht schnell kommen erste Gespräche mit den Tischnachbarn auf. „Hier sind sie eben unter Gleichaltrigen, da werden sehr oft Erinnerungen an längst vergangene Jahre wach“, sagt Birte Nattkemper. Die Besucher kämen aus der Kreisstadt, aus Harpstedt, Ahlhorn sowie Großen- und Kleinenkneten. „Einige der Senioren kennen sich schon sehr viele Jahre und treffen sich bei uns zum ersten Mal wieder“, berichtet Birte Nattkemper, die mit drei Altenpflegerinnen, zwei Altenpflege-Helferinnen und einem Mitarbeiter (Florian Stöver), der sein Freiwilliges Soziales Jahr ableistet, für die Besucher zuständig ist. Und auch Florian ist mit viel Ehrgeiz bei der Sache: „Es macht einfach Spaß, mit den Senioren zu arbeiten.“

Für Birte Nattkemper bringt eine Tagespflege nicht nur Vorteile für die älteren Menschen, sondern auch für die Angehörigen: „Auf diese Weise kommen die Verwandten auch mal zur Ruhe, während die Senioren bei uns betreut werden.“

Auf der anderen Seite aber müssten die Angehörigen ihrer Arbeit nachgehen und seien somit tagsüber auf die Unterbringung der Senioren dringend angewiesen. Allerdings gebe es auch heute noch sehr viele Menschen, die sich praktisch nicht trauten, die Senioren in der Tagespflege anzumelden: „Sie bekommen ein schlechtes Gewissen, sehen es als eine Art Abschieben an.“ Allerdings sei das nicht der Fall, schließlich kämen die Angehörigen am Abend wieder in ihr trautes Zuhause.

Die Tagespflege eigne sich sehr gut dazu, soziale Kontakte zu erhalten und wieder herzustellen: „An erster Stelle aber steht in der Tat die Entlastung der pflegenden Angehörigen“, sagt Birte Nattkemper. Sie steht den Interessenten auch in finanziellen Angelegenheiten jederzeit beratend zur Seite: „So wissen heute nur wenige Menschen, dass den Versicherten zusätzlich 50 Prozent der Leistungen der Pflegeversicherung zur Verfügung stehen, wenn sie eine solche Tagespflege in Anspruch nehmen.“

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