Kreisausschuss bekam Ausschreibungsergebnis präsentiert / Kinderkrippe in eigener Trägerschaft

Hohe Einsparung bei Bioabfall-Verwertung

Landkreis - (ck) · Erheblich günstiger als bisher fiel das Ausschreibungsergebnis für die Bioabfall-Verwertung im Landkreis Oldenburg aus. „Die Kosten hierfür lagen bisher bei 700 000 bis 800 000 Euro jährlich, aber das neue Angebot fällt erheblich günstiger aus“, berichtete Landrat Frank Eger gestern aus dem nicht öffentlich tagenden Kreisausschuss. Im Klartext bedeute dies eine knapp 50-prozentige Ersparnis.

Regelmäßig muss die Kreisverwaltung diese Entsorgungsleistung über eine Laufzeit von sieben Jahren ausschreiben. Momentan übernimmt der Umweltdienstleister „k-nord“ aus Ganderkesee diese Aufgabe – aber wohl nur bis zum 31. Dezember 2011. Für die darauf folgende Periode hatte sich ein Mitbewerber empfohlen, der laut Eger „nicht aus dem Landkreis, aber aus der Region“ kommt.

Gegen diese Kostenreduzierung hatten die Mitglieder des Kreisausschusses natürlich nichts einzuwenden – wie in jedem Ausschreibungsverfahren.

Rege diskutierten die Mandatsträger hingegen über Form und Inhalte der im Kreis-Anbau anvisierten Kinderbetreuung. Schließlich votierte die Mehrheit dafür, dass der Landkreis selbst Träger sein sollte und nicht Dritte mit der Regie zu betrauen seien. Darüber hinaus sprachen sich die Politiker für eine dritte Betreuungskraft aus, die der Landkreis dann aber auch selbst und nach jetzigem Stand ohne Zuschüsse vom Land entlohnen müsste. „Wir wollen aber mit gutem Beispiel voran gehen – nicht, um etwas Luxuriöses zu schaffen, sondern um unserer Forderung nach einer dritten Kraft dem Land gegenüber Nachdruck zu verleihen“, erklärte Eger.

Verstärkung für den Kreistag soll es hingegen nicht geben: Einstimmigkeit herrschte darüber, dieses Gremium in der nächsten Wahlperiode nicht aufzustocken, sondern es wie bisher bei 46 Sitzen (der 47. entfällt auf den Landrat) zu belassen.

Ebenfalls bei den bewährten Verantwortlichen bleibt es im öffentlichen Personen-nahverkehr: Nach der Ausschreibung bedient „Weser-Ems-Bus“ weiter das nordwestliche Linienband und die „Delmenhorst-Harpstedter Eisenbahn“ (DHE) wie gehabt den Südosten. „Allerdings haben wir uns auf eine Verbesserung der Strukturen und des Miteinanders geeinigt“, schilderte Eger. Es bedürfe zum Beispiel einer besseren Kommunikation zwischen Schulen und Busbetrieben, die den Schülertransport über die öffentlichen Linien abdecken: „Kein Fahrer kann darauf reagieren, wenn plötzlich Unterricht ausfällt und einige hundert Kinder mehr an der Haltestelle stehen. Dann muss es auch mal hinnehmbar sein, wenn die Schüler eine Stunde länger in den Schulen bleiben“, fordert der Landrat.

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