Musikgruppen aus der Samtgemeinde präsentieren sich auf Weihnachts-CD

Hörenswerte Vielfalt

Hörfunkmoderator Lars Cohrs (l.) dankte der Samtgemeinde für die Unterstützung des CD-Projektes. Gemeinsam mit Andre Mutke präsentiert er hier das Weihnachts-Album mit viel Lokalkolorit, das in Kürze im örtlichen Handel zu bekommen ist.

Harpstedt - Von Jürgen Bohlken· „Wir machen nicht aus einem Trecker einen Mercedes. Uns lag daran, dass die Mitwirkenden so rüberkommen, wie sie sind – authentisch.“ Den Unterhalter, der als Hörfunkmoderator in ihm steckt, konnte Lars Cohrs von NDR 1 Niedersachsen gestern im Trauzimmer des Amtshofes nicht verleugnen.

In launiger Art stellte er dort die CD „Weihnachtszeit“ mit 17 weihnachtlichen Titeln von Musikgruppen aus der Samtgemeinde Harpstedt vor und gab Hörproben. 1 000 Exemplare sind gepresst. Spätestens kommende Woche gibt‘s den klangvollen „Silberling“ im örtlichen Handel zu kaufen. Die Verkaufsstellen werden mit Plakaten und zusätzlich mit Tresenaufstellern kenntlich gemacht.

Im Beisein von Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes, Verwaltungsmitarbeiter Andre Mutke, Haupt- und Realschulleiter Wolfgang Bleyer und aktiv an der Produktion beteiligten Mitstreitern machte Cohrs Lust auf den Tonträger, der 14,50 Euro kosten soll. Der besondere Charme liegt in der hörbar gewordenen Vielfalt und Bandbreite der Musiklandschaft der Samtgemeinde. Von den „Beckstedter Jungs“ über „Prager“, „Klosterbachtaler“, „Feierabendmusikanten“, Landfrauen-, Posaunen-, Gospel-, Kirchen- und den Gemischten Chor, „Kirchturmspatzen“, Jugendchor „Feelings“, Mädchenchor „AmaSing“ und Männergesangverein „Liedertafel“ bis hin zur Trommelgruppe „Mokpokpo“ um Komi Amefiohoun reicht das Spektrum derer, die sich auf dem Album verewigt haben. Sogar die Spielmannszüge Kirch- und Klosterseelte sowie Schulenberg-Horstedt mischen mit. Deren „Kerngeschäft“ seien, so Cohrs, ja bekanntlich nicht unbedingt Weihnachtslieder.

Gleich zweimal präsentiert sich die Schülerband der Haupt- und Realschule, und zwar in bestechender Form. Besonders die einfühlsam vorgetragene Ballade „Mary, did you know“ garantiert Gänsehautmomente. Bei der Einspielung der CD im September in der Pausenhalle der Delmeschule stand der Band kein Bass zur Verfügung. Der Tonmeister sprang ein. Er zupfte, wie Musiklehrer Frank Zimmermann berichtete, während der Live-Aufnahme den E-Bass.

„Sie sind die Stars auf dieser CD!“, wandte sich Lars Cohrs direkt an die Musiker. „Und Sie mussten weder bei einem Casting vorsingen, noch darauf hoffen, zum Recall eingeladen zu werden.“ 381 Mitwirkende seien auf der CD zu hören. Rechne man ihre Familien dazu, mache das schon einen nennenswerten Anteil an der Bevölkerung der Samtgemeinde aus. Alle Gruppen hätten sich viele Gedanken über die Titel-Auswahl gemacht. Die Kinder seien das Projekt am unbeschwertesten angegangen. Kein Chor und kein Ensemble habe „Geld auf den Tisch legen“ müssen. Die Finanzierung habe eine Agentur übernommen; die Refinanzierung erfolge aus dem Verkaufserlös. Aktiv beteiligte Gruppen bekämen die CD zu Sonderkonditionen.

Cohrs würdigte den unverfälschten Charakter und die Authentizität des Weihnachtsalbums, dem ein ansprechendes Booklet mit Fotos, Erläuterungen und einem Grußwort von Samtgemeindebürgermeister Uwe Cordes beiliegt. Der Verwaltungschef hat sich auch bereits selbst einen akustischen Eindruck verschafft. Sein Urteil: „Hörenswert.“

Cordes lernte den in das CD-Projekt involvierten Moderator Lars Cohrs vor vielen Jahren im Flecken kennen. Damals sollten Mitstreiter des HTB die Spielhalle in kürzester Zeit für einen Wettbewerb im Hörfunk in einen Western-Saloon verwandeln, was ihnen bravourös gelang. Harpstedt habe natürlich gewonnen. So wie jetzt alle, die auf der Weihnachts-CD mitwirken. Und auch diejenigen, die das Album kaufen oder zum Fest verschenken. „Weihnachtszeit“ enthält deutsche, amerikanische und spanische Liedklassiker, etwa „Tochter Zion“, „Komm, stille Nacht“, „Rudolph, the red-nosed Reindeer“ und „Feliz Navidad“, aber auch festliche Werke wie „Panis angelicus“ oder das Präludium aus Charpentiers „Te Deum“, das als Eurovisions-Hymne bekannt geworden ist. Die „Beckstedter Jungs“ singen sogar in plattdeutscher Sprache. Der Mädchenchor „AmaSing“ besticht mit einer sehr emotionalen Version von „Hallelujah“.

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