Armstrong DLW streicht 50 Stellen

Herrn Swifts schlechte Nachricht

Oldenburg - DELMENHORST (dn) · Was Wirtschaftlichkeit angeht, macht Charles Irving Swift niemand etwas vor. Der Engländer ist Kapitalist durch und durch, war schon im Vorstand von etlichen Unternehmen rund um den Globus und ist seit Juli Geschäftsführer von Armstrong DLW Bodenbeläge Europa. Niemand weiß besser als er, dass es in dieser Position manchmal unangenehme Nachrichten zu verkünden gibt. Und eine besonders unangenehme gab er am Mittwoch bekannt: Armstrong DLW wird europaweit 520 Stellen streichen, rund 50 davon am Standort Delmenhorst. Umstrukturierung ist das Stichwort.

„Wir müssen uns auf unsere Stärken fokussieren“, sagte Swift in der „Ludwigsburger Kreiszeitung“, und Konzern-Marketingchef Markus Deimling erklärt, dass es zu den Entlassungen „keine Alternative gibt: Das Europageschäft des Mutterkonzerns ist seit sieben Jahren nicht mehr profitabel.“ Im Klartext: Wo gehobelt wird, fallen Späne: „Es ist bedauerlich“, sagt Swift, „aber die Umstrukturierung geht nicht ohne schwerwiegende Eingriffe für unsere Mitarbeiter.“

Bedauerlich ist auch, dass Delmenhorst offenbar nicht zu den Stärken von Armstrong DLW zählt. Dort werden seit 1882 unter anderem Linoleum-Bodenbeläge hergestellt, und zumindest das soll sich auch nicht ändern. Der Standort soll erhalten bleiben. „Ich bin erleichtert, dass das Traditionsunternehmen dieser Stadt den Standort Delmenhorst nicht aufgibt“, sagte gestern Bürgermeister Patrick de La Lanne, der auf den Stellenabbau allerdings „mit Bedauern“ reagierte: „Ich habe großes Mitgefühl für die Beschäftigten, die ihren Arbeitsplatz verlieren werden.“ Um zu retten, was zu retten ist, hat sich de La Lanne bereits mit der Armstrong-Geschäftsführung in Bietigheim-Bissingen in Verbindung gesetzt: „Ich habe die Unterstützung der Stadt zugesagt.“

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