Markt rund um den Schützenhof „Unter den Linden“ am 11. und 12. August

„Herbey, herbey“ – Dötlingen reist ins Mittelalter

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Peter Mienert (l.) mit seiner „Else“ sowie Volker Grundmann mit „Fite“ freuen sich auf den Mittelaltermarkt. ·

Dötlingen - Feuerspucker und Axtmacher stehen in den Startlöchern, für den Badezuber ist bereits ein passender Platz ausgewählt, und die Flyer sind gedruckt. „Herbey, herbey und merket auf!“, steht auf diesen. Schließlich ist in Dötlingen am Sonnabend und Sonntag, 11. und 12. August, wieder Mittelaltermarkt.

Die Besucher müssen in diesem Jahr allerdings einen neuen Standort ansteuern. Denn aufgrund des neuen Sinnes- und Erlebnisgartens beim Lopshof ist das Treiben der Marktleute dort nicht mehr möglich. Das Spektakel wurde deshalb zum Schützenhof „Unter den Linden“ verlegt. Hier erwartet die holden Damen und edlen Recken allerlei Schabernack und Gaukelei – und das bei freiem Eintritt. „Denn es soll eine Veranstaltung für die ganze Familie werden“, erklärte Organisator Peter Mienert, der das Programm gestern gemeinsam mit dem Dötlinger Bierbrauer Volker Grundmann vorstellte. Neben den beiden ist eine Vielzahl an Ehrenamtlichen dabei, die oft in verschiedenen Konstellationen zusammenarbeiten und die unterschiedlichsten Gewerke präsentieren.

Neben selbst gebrautem Bier gibt es Töpferwaren, eine Fischräucherei, Arbeiten aus Filz, Märchen, Flötenmusik, Axtnageln und eine Schmiede sowie Feuerspucken, eine Imkerei, einen Axtmacher, Kämpfe auf einem Balken, Dinkelkissen, Bogenschießen und Speerwerfen. Der Schützenhof „Unter den Linden“ wird zudem für zünftige Speisen sorgen.

Während ein Großteil der Aussteller im Garten des Restaurants sowie auf dem Parkplatz zu finden sein wird, schlägt ein Heerlager aus Oldenburg auf der gegenüberliegenden Straßenseite vor dem Volkmannschen Lehmschuppen seine Zelte auf. Hier erhalten Interessierte einen Einblick in das Leben im Mittelalter.

Mienert selbst möchte unter anderem Spontan-Theater spielen. Zudem wird er tierische Gäste mitbringen. Einen Vorgeschmack lieferte er gestern, als er mit der anderthalbjährigen Ziege „Else“ im Schlepptau erschien. „Sie wird beim Mittelaltermarkt auf jeden Fall dabei sein“, sagte er. „Else“ schien sich auf jeden Fall wohlzufühlen in Dötlingen, gibt es dort doch so viel Grün, das sich anknabbern lässt. „Dötlingen ist auch ein schönes Umfeld. Hier wurden wir immer gut aufgenommen“, bestätigt Mienert.

Anders als bei Jahrmärkten, wo sich die Karussells nach dem Motto „Höher und schneller“ drehen, gehe es bei dem mittelalterlichen Treiben eher entschleunigt, dafür aber intensiver zu. „Die Besucher sollen sich in Ruhe umschauen und können auch selbst etwas ausprobieren, zum Beispiel in der Schmiede mal das Eisen ins Feuer halten“, erklärt Mienert und Grundmann ergänzt: „Die Gäste können hier das Ursprüngliche, das Elementare sehen und erleben, beispielsweise wie Bier entsteht.“

Geöffnet hat der Dötlinger Mittelaltermarkt am 11. August von 13 Uhr bis in den Abend sowie am 12. August von 11 bis 17 Uhr. Eine Sperrung des Rittrumer Kirchwegs ist angedacht. · ts

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