Richtfest am abgebrannten Schafkoben / Fertigstellung wohl noch dieses Jahr

Heimatverein lässt sich nicht einschüchtern

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Volker Bleydorn befestigte die Richtkrone am Dachstuhl.

Wildeshausen - Der Heimatverein Düngstrup lässt sich nicht unterkriegen: Nachdem der Schafkoben am Pestruper Gräberfeld in der Nacht zum 27. Februar durch Brandstiftung ein Raub der Flammen wurde, geht es nun mit dem Aufbau voran. Gestern wurde Richtfest gefeiert.

In einem langen Zug liefen die Bewohner der Landgemeinde, angeführt von Harmonikaspieler Bruno Strehl und Heimatvereinsvorsitzendem Hergen Stolle, mit der von der Pestruper Dorfgemeinschaft gebundenen Richtkrone zu dem Gebäude. Innerhalb von zwei Tagen hatten Horst Hedenkamp, Volker Bleydorn und Reinhold Hoffmann, Zimmerer bei Grotelüschen und Hallo, den Dachstuhl aus Eichen- und Nadelholz errichtet. „Der Dachdeckerbetrieb kann jetzt seine Arbeit aufnehmen. Wir hoffen, dass der Koben möglichst noch in diesem Jahr ein neues Dach bekommt“, erklärte Hergen Stolle. Zudem müsse das Fachwerk ausgemauert werden. Es fehlen weiter die giebelseitigen Türen.

„Wir wollen uns nicht einschüchtern lassen, obwohl noch immer jede Spur von dem Brandstifter fehlt“, betonte Stolle. Im Frühjahr habe der Heimatverein das Grundstück von der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde gekauft. Voraussichtlich reiche die Summe, die von der Versicherung gezahlt werde, für den Neubau eines Kobens. Die Kosten beziffert Gerd Hespe-Meyer, Sprecher des Vereins, auf etwa 70 000 Euro.

Hilfe gab es vom Staatlichen Forstamt Ahlhorn, das einen Teil des Holzes für den Wiederaufbau lieferte. Zum Abschluss der Arbeiten werden die freiwilligen Helfer nochmals aktiviert, denn die Aufräumarbeiten müssen ganz zum Schluss vorgenommen werden. Nach derzeitigen Überlegungen soll der Koben im Frühjahr mit einem ökumenischen Heide-Gottesdienst eingeweiht werden. „Wir sind bereits mit beiden Kirchen im Gespräch“, so Stolle. Die Plattdeutsch-Beauftragte der Stadt Wildeshausen, Christa Plate, hat angeregt, den Gottesdienst auf plattdeutsch zu halten.

Gefeiert wurde nach der Richtzeremonie im benachbarten Backhaus der Familie Schomburg. Dort gab es etwas zu trinken und Suppe, die vom benachbarten Jagdrevier Wildeshausen-Süd spendiert wurde. Von dort waren Hegeringsleiter Willi Möser und Ulrich Kramer gekommen. · dr

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