Beweidung durch Kamerunschafe zur besseren Pflege der Landschaft

Heideflächen sind Kulturlandschaften

Der Rest der ehemals ausgedehnten Heideflächen.
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Der Rest der ehemals ausgedehnten Heideflächen.

Harpstedt - HARPSTEDT · Zur Pflege der Heide im Naturschutzgebiet „Wunderburger Moor“ hat der Landkreis Oldenburg wieder Schafe eingesetzt. Es handelt sich um eine Herde der Kamerunschafzucht Hennes in Sandhatten, die dort auf einer eingezäunten Fläche weidet.

Mancher wird sich über die braunen Schafe wundern: Der Unterschied zu anderen Schafrassen besteht darin, dass die braunen Kamerunschafe keine Wolle tragen, sondern glatte Haare haben. Auf seiner Homepage preist der Züchter besonders die Fleischqualität der Tiere: „Unser Lammfleisch steht für Hochgenuss. Rasse und Haltung garantieren ein saftiges und mageres, delikates Fleisch. Auf der Zunge entwickelt es einen dezenten Lammgeschmack, der an Kalb erinnert.“

„Die Heidefläche wird schon weniger, und immer mehr Birken und Kiefern säen sich als Wildwuchs an und unterdrücken die Heide“, mahnt Alt-Landrat Hermann Bokelmann, der der Kreiszeitung die Fotos zur Verfügung stellte. Er begrüßt es, dass der Landkreis sich weiter um die Pflege der Heide kümmert. Es sei bekannt, dass Heideflächen Kulturlandschaften sind, betont Bokelmann, und er erinnert daran, dass es der letzte Rest der früheren ausgedehnten Heideflächen in der Samtgemeinde Harpstedt ist. Er hofft, dass es immer wieder Schafherden gibt, die zur Pflege eingesetzt werden können und meint: „Wir dürfen die Fläche nicht der Natur überlassen, sie muss weiterhin durch Beweidung mit Schafen gepflegt werden. Für die Harpstedter gehört seit jeher zu diesem stillen Winkel auch die Heide.“

Im Wunderburger Moor hatten viele Harpstedter Ackerbürger früher ihre Torfstiche an deren Rand Heide wuchs. Mit dem Ankauf der Flächen begann schon der Landkreis Grafschaft Hoya, und der Landkreis Oldenburg hat dies fortgesetzt. Als Ausgleich zur schwindenden Heidefläche ist auf einem Acker in der Nähe vom Wunderburger-Moor nicht nur ein „Blühstreifen“ sondern auf der gesamten Fläche „Facelia“ ausgesät worden, die jetzt in blauer Farbe leuchtet.

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