Stadt könnte Kreuzung Kaiserstraße/Pestruper Straße durch Grunderwerb entschärfen 

Hauskauf für sicheren Schulweg

Immer wieder wird es an der Kreuzung Kaiserstraße eng. Nun könnte das Haus Nummer 20 abgerissen werden.

Wildeshausen - WILDESHAUSEN (dr) · Günstige Kaufgelegenheit oder überflüssiger Immobilienerwerb? Diese Frage stellt sich der Wildeshauser Politik angesichts der Möglichkeit, ein Grundstück mit einem darauf stehenden Haus an der Kaiserstraße erwerben zu können. Grundsätzlich geht es an der Stelle um die Frage, ob durch den Grunderwerb mehr Verkehrssicherheit im Einmündungsbereich zur Pestruper Straße geschaffen werden kann.

Dort stehen Schulbusse und Autos jeden Morgen vor Schulbeginn und mittags, wenn die Schule endet, in langen Schlangen, weil sie die Vorfahrt der Fahrzeuge auf der Pestruper Straße beachten müssen. Dazu kommen Radfahrer und Schüler, die sich zu Fuß in Richtung Haupt- oder Realschule, Berufsbildende Schulen und Gymnasium bewegen.

Die Planungsgemeinschaft Verkehr (PGV) hatte in ihrem Gutachten einen Umbau des Knotenpunktes angeregt. Ratsam sei eine Ampelanlage, um den Verkehr zu ordnen. Hierfür ist es jedoch nach Ansicht der Gutachter nötig, die Fahrbahnen der Kaiserstraße und der Pestruper Straße in Richtungsstreifen aufzuteilen. Für diese Aufteilung ist allerdings entsprechender Grunderwerb im Aufmündungsbereich erforderlich.

Dazu besteht nun die Gelegenheit. Die Eigentümer des Grundstückes Kaiserstraße 20 sind zu einem Verkauf bereit. Jedoch werden nur beide Flurstücke zusammen verkauft. Sie haben eine Gesamtgröße von 1 079 Quadratmetern. Weitere Voraussetzung ist, dass die Stadt Wildeshausen die Abrisskosten für das Wohnhaus und den Schuppen übernimmt. Anschließend könnte die Kreuzung neu vermessen und beplant werden. Die Gesamtkosten liegen bei etwa 125 000 Euro.

Zuviel. Dieser Ansicht ist jedenfalls UWG-Ratsherr Rainer Kolloge. „Wir sehen bei einem aufgeweiteten Trichter in diesem Bereich keine höhere Schulwegsicherheit. Eine Ampelkreuzung ist auch auf der vorhandenen Kreuzung möglich. Wir müssten dort nur die Ampeln hinstellen.“ Deshalb könnte sich die Stadt den Grundstückskauf sparen. Und schon gar nicht, so Kolloge, dürfe man im Falle eines Ankaufs den erhofften Erlös aus dem anschließenden Verkauf des verkleinerten Grundstücks im Haushalt einrechnen. „Das ist unredlich.“

Evelyn Goosmann (SPD) sieht das anders. „Der Verkehr muss dort schneller abfließen. Das erhöht auch die Sicherheit“, meint sie. Als ein Beispiel diene die Harpstedter Straße, die an der Kreuzung aufgeteilt wurde. Auch Hergen Stolle (FDP) ist dieser Meinung. „Wir müssen endlich die Sünden der Vergangenheit an dieser Stelle beseitigen.“

Christa Plate (CDU) bekennt: „Ich träume noch immer von einem Kreisel.“ Doch sie kann sich auch mit der Ampellösung anfreunden, die vom Leiter des Fachbereichs Bau, Ulrich Fortmann, dringend angemahnt wird. „Die Planungen sind bereits zehn Jahre alt. Wir benötigen dort die Abbiegespuren.“

Ob ein Kauf angesichts leerer Kassen erfolgt, bleibt abzuwarten. Dei Eigentümer würden sich bereit erklären, dass der Kaufvertrag sofort geschlossen wird, die Zahlung aber erst im Jahr 2011 erfolgt. Das bedeutet eine Aufzinsung um drei Prozent.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Über diese Extras freuen sich Wintersportler

Über diese Extras freuen sich Wintersportler

Urlaub im reichsten Land der Welt

Urlaub im reichsten Land der Welt

Die Wege zum perfekten Skischuh

Die Wege zum perfekten Skischuh

Diese Aktivitäten bietet das Großarltal jenseits der Piste

Diese Aktivitäten bietet das Großarltal jenseits der Piste

Meistgelesene Artikel

90-Jähriger nimmt Vorfahrt und prallt gegen Baum

90-Jähriger nimmt Vorfahrt und prallt gegen Baum

Klaus Stark in der Rolle der Fortuna

Klaus Stark in der Rolle der Fortuna

„Ihr seid eine Risikogruppe“

„Ihr seid eine Risikogruppe“

Harpstedter Videothek rentiert sich nicht mehr - und macht bald dicht

Harpstedter Videothek rentiert sich nicht mehr - und macht bald dicht

Kommentare