Unfallursache zunächst unklar / Fahrer der Nordwestbahn leitet Notbremsung ein

Zusammenprall mit Wildschwein

Das Wildschwein überlebte den Zusammenprall mit der Nordwestbahn nicht. Foto: Eilers

Hatten – Mit dem Schrecken davon kamen am späten Freitagabend die Passagiere und der Fahrer einer Nordwestbahn, die im Waldgebiet Barneführerholz in der Gemeinde Hatten bei voller Fahrt ein Lebewesen erfasste. Da der Zugführer sich nicht sicher war, ob es sich dabei um einen Menschen oder ein Tier handelte, leitete er eine Notbremsung ein und alarmierte um 22.50 Uhr die Großleitstelle in Oldenburg.

Zuerst wurden nach Angaben des Kreispressewartes der Feuerwehr, Maximilian Eilers, die Einsatzkräfte der Gemeinde Dötlingen alarmiert, da die genaue Strecke des Zusammenstoßes durch die Bahn falsch übermittelt worden war. Dann aber wurden die Feuerwehren Kirchhatten, Sandhatten, Sandkrug und Wardenburg sowie mehrere Einheiten des Rettungsdienstes über Funkmeldeempfänger und Sirene alarmiert.

Als die ersten Einsatzkräfte an der Bahnstrecke eintrafen, bestätigte sich nach Angaben von Timo Nirwing, Pressewart der Feuerwehr Sandkrug, die gemeldete Lage. „Der Zug stand 100 Meter von den Kameraden entfernt auf der Bahnstrecke. Nachdem die Rückmeldung der Leitstelle kam, dass die Bahnstrecke gesperrt ist, konnte diese betreten werden.“

Nachrückende Einsatzkräfte sammelten sich in einem Bereitstellungsraum am Barneführerholzweg und warteten dort auf ihren Einsatz. Die Kräfte am Zug kontrollierten, ob bei dem Aufprall Fahrgäste oder Zugpersonal verletzt worden waren. Parallel dazu wurde die Umgebung abgesucht, um zu klären, was nun überfahren wurde.

„Als die Meldung über Funk kam, dass es sich dabei um ein rund 50 Kilogramm schweres Wildschwein und nicht um einen Menschen gehandelt hatte, konnte man den Kameraden deutlich anmerken, wie die Anspannung abfiel“, berichtet Nirwing. Das Tier hatte den Zusammenprall nicht überlebt.

Bis auf die Feuerwehr Sandkrug verließen seinen Angaben zufolge alle anderen Einsatzkräfte den Unfallort. Die verbliebenen Helfer spülten die Blutspuren im Frontbereich des Zuges ab. Anschließend fuhr der Zug in Richtung Bahnhof Sandkrug weiter. Nach rund einer Stunde konnten auch die Kameraden aus Sandkrug die Einsatzstelle wieder verlassen. Die Bahnstrecke wurde für die Dauer der Arbeiten rund eine Stunde lang voll gesperrt, teilte die Feuerwehr mit.

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