Außenanlagen und Sportplatz an der Waldschule Hatten übergeben / Hohe Landeszuschüsse

Viel Geld, viel Lob, viel Zufriedenheit

Symbolische Freigade des Vorplatzes: Minister Boris Pistorius, Bürgermeister Christian Pundt, Schulleiterin Silke Müller, Norbert Wencker (Amt für Landesentwicklung) und der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer (v.l.).
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Symbolische Freigade des Vorplatzes: Minister Boris Pistorius, Bürgermeister Christian Pundt, Schulleiterin Silke Müller, Norbert Wencker (Amt für Landesentwicklung) und der SPD-Landtagsabgeordnete Axel Brammer (v.l.).

Sandkrug – Wer keine Maske trug, dem war es am Freitagabend vor der Waldschule Hatten in Sandkrug leicht anzusehen: gute Laune und freundliche Gesichter reihum. Anlass war der Besuch des Niedersächsischen Ministers für Inneres und Sport, Boris Pistorius (SPD). Auslöser war die offizielle Übergabe gleich dreier Projekte rund um das Areal an der Schultredde: Da ist zunächst die Neugestaltung der Außenanlagen im Umfeld der Bildungseinrichtung und der Vereinsgebäude des TSG Hatten-Sandkrug. Hinzu kommt der Umbau des Sportplatzes mit der alten Tennenrundbahn zu einer modernen Laufbahn mit Kunststoffbelag. Die Rasenspielfläche wurde neu angelegt und die Anlage um eine Sprunggrube erweitert. Schließlich ergänzt nun ein kleiner Kunstrasenplatz nebst Trainingsfeldbeleuchtung, ein Kunststoffsegment für Kleinfeld-Ballspiele sowie Leichtathletik und ein Beachvolleyballfeld das Ensemble. Der Bouleplatz wurde verlegt. Alles in allem Investitionen in Höhe von rund 2,7 Millionen Euro – von denen die Gemeinde Hatten aktuell 73 Prozent als Förderung erhält.

„Wir sind der erfolgreichste Förderantragssteller Niedersachsens“, sagte denn auch Bürgermeister Christian Pundt vor dem Minister und Vertretern der lokalen Politik, der Schule und Vereine. Er lobte die sehr gute Zusammenarbeit mit dem Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems. Durch die Gespräche im Vorfeld sei es der Gemeinde gelungen, die Anträge auf finanzielle Förderung so zu stellen, dass sie letztlich auch erfolgreich waren. Sein Dank galt ebenso den Vertretern des Rates, deren zügiges Handeln es möglich gemacht habe, die Unterstützungswünsche rechtzeitig einzureichen – sprich: zu Beginn der Förderperiode, als es noch genug Geld zu verteilen gab. Die Waldschule mit ihren 820 Schülern sei „eine wahnsinnige Anlage für eine kleine Gemeinde“, so Pundt weiter. Durch bereits in Aussicht gestellte weitere Unterstützung im Rahmen der Coronakrise werde sich die Förderung der Projekte noch auf rund 90 Prozent erhöhen, gab er bekannt.

Minister Pistorius erinnerte sich an den Spätsommer 2017: Damals seien ihm die Zukunftspläne und der Zustand der Anlagen vorgestellt worden. Der Rasenplatz hatte damals schon bessere Tage gesehen, die Laufbahn „nicht ganz olympischen Anforderungen genügt“, scherzte er. Doch nun lasse das Areal ein jedes Sportlerherz „höher und schneller“ schlagen. Das Land Niedersachsen sei „mit zwei Millionen Euro dabei“, so Pistorius. „Das kann nicht jeder, das schafft nicht jeder“, nahm er ebenfalls Bezug auf die Anträge. Diese seien „gut gestellt“ gewesen, die Gemeinde habe ein „stimmiges Konzept“ eingereicht. Aus dem Topf des Programms „ZILE“ (Richtlinie über die Gewährung von Zuwendungen zur integrierten ländlichen Entwicklung) werde nur selten etwas aus dem Bereich Sport gefördert.

Am Beispiel der Gemeinde Hatten zeige sich, was alles unterstützt werden könne, sagte denn auch Norbert Wencker vom Amt für regionale Landesentwicklung Weser-Ems in Oldenburg, das die Mittel vergibt. Das gelte nicht nur für Sandkrug, sondern ebenso für andere Maßnahmen in Kirchhatten. Die hohen Summen bei endlichen Fördertöpfen blieben in der Region jedoch nicht unbemerkt, sagte Wencker. So werde in anderen Gemeinden in der Region Weser-Ems durchaus „neidvoll“ auf die kleine Gemeinde im Landkreis Oldenburg geschaut. Doch die „Art und Qualität der Projekte“ hier spreche für sich.

„Das ist für uns und die TSG ein ganz besonderer Tag“, sagte Schulleiterin Silke Müller. Nicht nur räumlich bilde man hier eine Gemeinschaft. Diese sei letztlich ein „Eckpfeiler der Demokratie“, die gegenwärtig in Deutschland vor vielen Herausforderungen stehe und getestet werde. „Hier wird Demokratie gefördert“, befand sie: Die Schüler beteiligten sich und erlebten etwa, wie ein Verein funktioniert und wie dort Entscheidungen zustande kommen. Dies schaffe einen Zusammenhalt, der wiederum für ein friedvolles Zusammenleben in unserer Gesellschaft sorge. Lob hatte die Waldschule eingangs der Veranstaltungen von Lutz Alefsen von der Landesschulbehörde erfahren. Er übergab Müller die Auszeichnung der Bildungseinrichtung als „Sportfreundliche Schule“. Die Waldschule erfülle beispielhaft alle 20 dafür notwendigen Kriterien, motiviere die Schüler auf vielfältige Art zum Sporttreiben.  fra

Der sanierte Sportplatz an der Waldschule.

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