OOVW plant große unterirdische Puffer in Kirchhatten / Baubeginn noch in diesem Jahr

Mit Speichern gegen Folgen von Starkregen

Juni 2019: Starkregen überflutetet binnen kurzer Zeit Straßen in der ganzen Gemeinde Hatten. Symbolfoto: Nonstopnews

Kirchhatten – Große Niederschlagsmengen und überflutete Straßen haben unter anderem den Einwohnern der Gemeinde Hatten im vergangenen Jahr zu schaffen gemacht. Mit einer groß angelegten Maßnahme möchte der Oldenburgisch-Ostfriesische Wasserverband (OOVW) dazu beitragen, der Situation ab dem kommenden Jahr besser Herr werden zu können. Unterirdische Versickerungsbecken sollen das Wasser aufnehmen und später kontrolliert wieder abgeben. Rund 1,1 Millionen Euro sollen dafür in zwei unterirdische Pufferspeicher investiert werden, die zusammen circa 708 Kubikmeter fassen sollen.

Vergleichbares sei im Landkreis Oldenburg gegenwärtig noch nicht im Einsatz, berichtete OOWV-Pressesprecher Heiko Poppen auf Anfrage unserer Zeitung.

Im Zuge der Umgestaltung der Ortsdurchfahrt Kirchhatten entlang der L 872 durch die Gemeinde Hatten und das Land Niedersachsen (wir berichteten) erneuert der OOWV die gesamte Regen- und Schmutzwasserkanalisation. Das dafür aufgestellte Oberflächenentwässerungskonzept habe die Möglichkeit einer Regenwasserversickerung aufgezeigt, heißt es in der Beschreibung des Versorgers. Die Versickerung des Regenwassers biete sowohl ökologische als auch ökonomische Vorteile: nämlich als Vorbeugung für Überschwemmungen und zur Entlastung des Kanalnetzes. Zudem: „Über eine Versickerung wird das anfallende Regenwasser dem natürlichen Kreislauf zugeführt und die Grundwasserneubildung verbessert“, berichtet der Verband.

Bei Voruntersuchungen seien das vorhandene Sickerbecken an der Straße „Auf dem Späthen“ sowie die Parkplatzfläche am Kirchhatter Rathaus als Versickerungsflächen ausgemacht worden. „Hier entstehen zwei Untergrundspeicher in Form von Füllkörperrigolen“, erläutert der OOWV das Vorhaben. Die Anbindung der Speicher an die bereits hergestellte Kanalisation in der Ortsdurchfahrt zwischen Marktplatz und Rathaus erfolgt über einen Regenwasserkanal mit einem Innendurchmesser von 500 Millimetern. Da das Plangebiet in der Weiteren Schutzzone (Zone „IIIB“) des Wasserschutzgebietes „Sandkrug“ liegt, seien Vorbehandlungsmaßnahmen in Form von Sedimentationsanlagen vorgesehen.

In Anschluss an die Abstimmungen mit der Gemeinde und dem Landkreis Oldenburg soll die Baumaßnahme öffentlich ausgeschrieben werden. Der Baubeginn wird in der ersten Jahreshälfte 2020 und die Baufertigstellung im ersten Quartal 2021 angestrebt.

Die aktuelle Kostenschätzung geht von einem Investitionsvolumen von 1,109 Millionen Euro aus. Darin enthalten sind die die bauvorbereitenden Arbeiten, die Herstellung der Zuleitung und der Bau der beiden Untergrundspeicher.

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