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Reetgedeckter Anbau gerät in Brand

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Von: Dierk Rohdenburg

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Großeinsatz: Den Feuerwehren gelang es, das Reetdach abzulöschen.
Großeinsatz: Den Feuerwehren gelang es, das Reetdach abzulöschen. © Nirwing

Hatterwüsting – Aus noch unbekannter Ursache ist am Sonntag gegen 12 Uhr der Anbau eines Wohnhauses am Heidepfad in Hatterwüsting (Sandkrug) in Brand geraten.

Als die Einsatzkräfte den Brandort erreichten, trat bereits dichter Rauch aus dem reetgedeckten Dachstuhl aus. Nach Angaben von Feuerwehrpressesprecher Timo Nirwing kämpften insgesamt 80 Kräfte der Feuerwehren Sandkrug, Kirchhatten und Wardenburg sowie die Besatzung der Drehleiter aus Oldenburg gegen die Flamme. Das Feuer sei von mehreren Trupps unter schwerem Atemschutz im Innen- sowie Außenangriff bekämpft sowie eine Riegelstellung zu dem direkt angrenzenden Wohnhaus aufgebaut worden. „Da das Dach mit Reet eingedeckt war und dies sehr stark gepresst war, musste das Reet mühsam per Hand und unter anderem mit Einreißhaken von den Trupps entfernt werden um auch alle Glutnester zu ersticken“, so Nirwing. „Diese Arbeit forderte sehr viele Atemschutzgeräteträger an der Einsatzstelle. Neben Wasser wurde auch Netzmittel zum löschen
eingesetzt. Dieses bricht die Oberflächenspannung des Wassers und dringt dadurch sehr tief in das Brandgut ein. Nach rund 4,5 Stunden konnte der Einsatz dann abgeschlossen werden. 

Erst vor zwei Wochen gab es einen Dachstuhlbrand

Erst am 20. April hatten die Feuerwehren gegen ein Feuer im Dachgeschoss eines Wohnhauses an der Straße „Vor dem Holze“ in Kirchhatten gekämpft, bei dem das Gebäude schwer beschädigt worden war.

Die Polizei ging dort von einem technischen Defekt „an bislang unbekannter Stelle“ aus. Zusammen mit einem technischen Sachverständigen hätten die Brandursachenermittler zwei Tage nach dem Unglück begutachtet, hieß es in einer Mitteilung von Freitag. Den Schaden an dem Gebäude hatten die Beamten bereits zuvor auf rund 500. 000 Euro geschätzt.

Durch das Feuer in der Einliegerwohnung im Dachgeschoss war das gesamte Haus in Mitleidenschaft gezogen worden. Ein 73-jähriger Bewohner hatte zunächst eine Rauchentwicklung im Bereich des Dachstuhls bemerkt und noch versucht, die Flammen zu löschen. Beim Eintreffen hatten er, seine 71-jährige Ehefrau sowie eine 86-jährige Bewohnerin einer separaten Wohnung das Haus bereits unverletzt verlassen.

120 Kräfte der Feuerwehren aus Wildeshausen, Kirchhatten, Sandhatten, Huntlosen, Neerstedt, Sandkrug, Dingstede und Altmoorhausen waren einige Stunden im Einsatz, konnten das Feuer schließlich unter Kontrolle bringen und den Brand in der Folge löschen.

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