Oldenburger Künstler mit iranischen Wurzeln präsentiert Ölmalerei und menschliche Skulpturen im Kirchhatter Rathaus

Rashid Seif Ghazi hat „nichts zu sagen, nur zu zeigen“

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Rashid Seif Ghazi stellt einige seiner Werke in Kirchhatten aus.

Kirchhatten - „Ich habe nichts zu sagen, nur zu zeigen“ – unter diesem Titel stellt Rashid Seif Ghazi einige seiner Werke vom 1. Juni bis zum 17. Juli im Kirchhatter Rathaus aus. Gezeigt werden Ölmalerei und menschliche Skulpturen. Die offizielle Eröffnung ist am Donnerstag, 4. Juni, um 18 Uhr.

Ghazi, im Iran geboren und zur Schule gegangen, studierte nach seinem Abitur von 1980 bis 1984 Malerei an der Universität Teheran und schloss mit einem Diplom ab. 1985 kam er nach Deutschland. Von 1989 bis 1994 absolvierte er außerdem ein Grafikdesign-Studium an der Hochschule für Künste in Bremen, ebenfalls mit einem Diplom-Abschluss, und von 1994 bis 1999 studierte er Kunstgeschichte an der Universität Oldenburg. Heute arbeitet Ghazi als Dozent und Lehrer für Malerei, Fotografie Töpfern und Sport.

Die Gedanken des in Oldenburg lebenden Künstlers drehen sich um das friedliche Miteinander der Menschen, heißt es in der Ankündigung. Ghazi ist durch sein eigenes Erleben deutlich geprägt. Vor allem die Unterdrückung der Frauen ist in seinen Bildern und Skulpturen immer wieder präsent und eindringlich dargestellt.

Und noch ein Thema nimmt viel Raum in seinen Gedanken und in seinem Schaffen ein: „Durch Gewalt und Krieg wird das Völkerrecht verletzt“, sagt er, seine Philosophie lautet: „Leben und leben lassen.“ Er bemühe sich, stets offen auf andere Menschen zuzugehen, deren Kultur sowie Glauben verstehen zu lernen und jeden so zu akzeptieren, wie er ist.

In seinen Bildern reflektiert der Künstler die Beziehung zur Natur, zur Gesellschaft sowie seine Gefühle und seinen Widerstand gegen soziale Ungerechtigkeit und Unterdrückung.

Seit 1978 stellt Ghazi, der auch lange in den USA gelebt hat, seine Werke in verschiedenen Ländern der Welt aus. Auch dabei zeigt sich sein Interesse für soziale Themen: 1993 zeigte er zum Beispiel an der Hochschule der Künste in Bremen seine Fotografien „Am Rande der Gesellschaft – die Obdachlosen“. Auch zum Thema Menschenrechte stellte er bereits Werke aus. Und 2001 beteiligte er sich an einer Ausstellung im Rahmen der Unicef-Aktion „Stoppt Kleinwaffen – Kinder sind keine Soldaten“. Mit dem Erlös seiner Bilder und Skulpturen unterstützte er damals die Arbeit der Unicef.

Die Ausstellung in Kirchhatten ist zu den Öffnungszeiten des Rathauses, montags bis freitags von 8 bis 12 Uhr, montags bis mittwochs von 8 bis 16 Uhr sowie donnerstags von 14 bis 17 Uhr zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

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