Wichtiger Kreuzungspunkt für Rad- und Wanderwege / 90 000 Euro Baukosten

Neue Holzbrücke im Barneführer Holz

Massives Fundament: Die Brücke soll lange halten.
+
Massives Fundament: Die Brücke soll lange halten.

Sandkrug/Sandhatten – In einer aufwendigen Aktion haben die Niedersächsischen Landesforsten die alte und abgängige Kroll-Brücke mitten im Barneführer Holz durch eine nagelneue Konstruktion ersetzt. Am Donnerstag erfolgte die Übergabe an die Landesforsten im Beisein von Revierförster Karl-Heinz Pelster. „Die Brücke stellt einen wichtigen Kreuzungspunkt für Wanderer und Radwege dar und dient rein touristischen Zwecken“, sagt Rainer Städing, Pressesprecher der Landesforsten.

Nach dem Abriss im Oktober war noch eine Kampfmittelsondierung notwendig gewesen, bevor die Stahlspundwände für das Betonfundament in den Boden gerammt werden konnten. Gefunden wurde nichts, berichtet Carsten Mönkemeyer vom Wegebaustützpunkt. Wegen des weichen Untergrunds reichten die Spundwände nun neun Meter in die Tiefe.

„Wie bei so vielen Dingen, waren auch hier die Vorarbeiten und die Gründungen, die man nicht sieht, aufwendiger als die relativ kleine Brücke“, beschreibt Pelster die Bauarbeiten. Er hofft, dass diese Gründung länger hält als die vorherigen Rammpfähle aus Douglasien-Holz, die immerhin 25 Jahre überdauerten.

In den 1960er-Jahren bauten Bundeswehr-Pioniere die erste Holzbrücke, die seither Kroll-Brücke heißt. In den 1990er-Jahren ersetzte Revierförster Pelster die abgängige Brücke durch eine neue Holzkonstruktion. Auf jedem Ufer trugen drei Douglasienpfähle die Holzbrücke. Sechs Meter tief wurden die Baumstämme damals in den Untergrund gerammt, bis tragfähige Bodenschichten erreicht waren.

Die seit Oktober andauernden Arbeiten wurden von der Hatter Wasserbaufirma Hecker ausgeführt und dauerten wegen der unvorhergesehenen Kampfmittelsondierung länger als vorgesehen. Die Brücke führt über den Schwarzen Graben, der in der Nähe der Hunte verläuft und in den Karten als „Fleth 26“ benannt ist.

Das Bauwerk dient der touristischen Erschließung des Barneführer Holzes, erklärt Städing. Waldbesucher und Radfahrer können die Brücke als Bindeglied zwischen Sandhatten und Sandkrug nutzen. Die Konstruktion besitzt eine Weite von rund 4,5 Metern und bietet Fahrzeugen im Forstbetrieb bis zu 3,5 Tonnen eine Durchfahrbreite von drei Metern, so Mönkemeyer.

Die ursprünglich angestellte Überlegung, mit preiswerten Betondurchlässen zu arbeiten, kam wegen der notwendigen Durchlässigkeit des Fließgewässers bei Hochwasser nicht in Frage. Auch die erneute Verwendung von hölzernen Rammpfählen als Gründung wurde verworfen, da das Holz nicht komplett unter Luftabschluss stehen und in den Übergangszonen verrotten würde, wie beispielsweise bei Weidezaunpfählen bekannt.

Von Gregor Hühne

Offizielle Eröffnung: Carsten Mönkemeyer (Wegebaustützpunkt) und Karl-Heinz Pelster (Revierförster), v.l., durchschneiden das Band.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Sind digitale Wohnungsbesichtigungen im Kommen?

Sind digitale Wohnungsbesichtigungen im Kommen?

Kremlgegner Nawalny in Moskau festgenommen

Kremlgegner Nawalny in Moskau festgenommen

Biathlon in Oberhof: Die Bilder zu den Weltcups in Deutschland

Biathlon in Oberhof: Die Bilder zu den Weltcups in Deutschland

Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt

Laschet zum neuen CDU-Vorsitzenden gewählt

Meistgelesene Artikel

Wildeshausen: Polizei löst Geburtstagsfeiern auf

Wildeshausen: Polizei löst Geburtstagsfeiern auf

Wildeshausen: Polizei löst Geburtstagsfeiern auf
Corona-Party: Flaschenwürfe gegen Polizei

Corona-Party: Flaschenwürfe gegen Polizei

Corona-Party: Flaschenwürfe gegen Polizei
Keine neue Corona-Infektion in Wildeshausen

Keine neue Corona-Infektion in Wildeshausen

Keine neue Corona-Infektion in Wildeshausen

Kommentare