Bürgermeister sieht Apparate als wichtige Ergänzung an / Gemeinde investiert 170 000 Euro

Luftfilter für Hatter Schulen geliefert

Ein Gabel.staplerfahrer lädt Kisten von einem Sattelzug ab
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Christian Pundt (r.) beobachtet, wie Fred Hattendorf (l.) die gelieferten Filteranlagen ablädt.

Hatten – „Die Situation rund um Corona hat gezeigt, dass die Beschlusslage des Rates vom November, Lüftungsgeräte für Schulen anzuschaffen, an Aktualität nichts verloren hat“, schreibt die Gemeinde Hatten in einer Pressemitteilung. Und weiter: „Die derzeitige Situation erfordert umsichtiges und schnelles Handeln für unsere Eltern, Kinder, die Lehrkräfte sowie unsere Erzieherinnen.

“ Ende der Woche sind jetzt – neben den bereits bestellten Lüftungsanlagen – die restlichen 55 mobilen Filteranlagen geliefert worden. Vorausgegangen war ein Test mit einer Lüftungsanlage in einem Klassenraum an der Waldschule Hatten, so die Kommune. Verbunden wurde die Installation mit der Messung von Kohlendioxid, Luftfeuchtigkeit und Raumtemperatur, heißt es im Schreiben aus dem Rathaus.

Diese Filtergeräte entsprächen den geforderten Kriterien des Umweltbundesamtes, gerade in Bezug auf die Nutzung in Schulklassen, unterstrich Bürgermeister Christian Pundt auf Nachfrage unserer Zeitung. Natürlich habe das Lüften der Räume absolut Priorität. Doch seien diese Geräte ein nächster Baustein, um die gesamte Situation weiter zu verbessern, und daher eben kein „blanker Aktionismus“. Die Gemeinde wende 170 000 Euro für die Gerätschaften auf. Sicherlich werde durch diesen Alleingang seiner Gemeinde indirekt ein gewisser Druck auch auf die anderen Kommunen aufgebaut, räumte Pundt ein. Doch dürfe man das nicht überbewerten. Der Austausch mit den anderen Verwaltungen laufe eher auf „fachlicher Ebene“. So etwas wie Neid bestünde keinesfalls.

Landkreis lehnte Anschaffungen für eigene Schulen ab

Die Kreistagsfraktionen von FDP, Linken sowie SPD hatten Mitte Dezember vergangenen Jahres zwar noch gefordert, Schulen und Kindertagesstätten in Trägerschaft des Landkreises in Zukunft mit zusätzlichen Raumluftfiltern auszustatten (wir berichteten). Auch sollten Kommunen bei der Aufrüstung mit diesen Anlagen unterstützt werden. Während einer Sitzung des Kreisausschusses waren diese Anträge jedoch wieder verworfen worden. In einer ungewöhnlich umfangreichen Pressemitteilung argumentierte die Kreisverwaltung, dass der Anlass für eine generelle Ausstattung nicht gegeben sei und verwies unter anderem auf Ministerien und Institute, nachdem unter anderem das Übertragungsrisiko im Nahbereich nicht effizient durch die Filter reduziert werden könne. Nur in Räumen, in denen das „klassische Lüften“ nicht möglich sei, könne der Einsatz von Luftfilteranlagen erwogen werden. Vor diesem Hintergrund sowie angesichts der aktuellen räumlichen Gegebenheiten an den Schulen in Trägerschaft des Landkreises werde „eine generelle Ausstattung mit Luftreinigungsgeräten für nicht gerechtfertigt erachtet“, hieß es damals.

„Neben der Ausstattung der Klassen werden auch im ersten Schritt die kommunalen Kitas in den Bereichen, in denen Kinder mit den Eltern diese betreten, mit Luftfilteranlagen ausgestattet“, heißt es in der Mitteilung weiter. Das trage im Rahmen der Maßnahmen letztlich zu einem größeren Gefühl der Sicherheit bei, ergänzte Pundt. Ziel der Gemeinde Hatten sei, zukünftig einmal alle Einrichtungen mit kombinierten Be- und Entlüftungsgeräten auszurüsten, so der Rathauschef. Das betreffe insbesondere künftige Neubauten.

Durch die unerwartet schnelle Lieferung der Apparate zum Ende der Woche hin, so die Gemeinde, seien kurzfristig Lagerkapazitäten benötigt worden. Der Hatter Unternehmer Fred Hattendorf stellte der Kommune kurzerhand den benötigten Raum zur Verfügung – und half bei dieser Gelegenheit gleich noch beim Abladen der Ware.  

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