Kommentar

Großer Schaden für die Sozialdemokraten

Unbestritten hat Katja Radvan jedes Recht, mit allen juristischen Mitteln gegen die Verbreitung ihres Fotos in einem Internetforum für Sexkontakte vorzugehen. Dass sie aber von sich aus den Ortsvereinsvorstand über den Verdacht gegen ihren Parteifreund Oliver Toth informiert, noch bevor das Verfahren abgeschlossen ist, ebnet den Weg zur Vorverurteilung desselben. Ob er für das Foto verantwortlich ist oder nicht, muss vor Gericht und nicht innerhalb der Hatter SPD geklärt werden. Als Opfer verdient Radvan die volle Solidarität ihrer Parteifreunde, aber den Unterbezirksvorsitzenden und Landtagsabgeordneten Axel Brammer zu bedrängen, etwas gegen Toth zu unternehmen, überspannt den Bogen. Und Brammer dann noch vorzuwerfen, er hätte sie ausgegrenzt macht es nicht besser. Die ganze Affäre ist geeignet, die SPD in Hatten und vielleicht sogar darüber hinaus zu beschädigen. Es besteht die Gefahr, dass tiefe Gräben zwischen den Genossen entstehen, die nicht so einfach zu überwinden sein werden. Und dabei geht es nicht einmal um eine politische, sondern eine persönliche Auseinandersetzung. Man darf nicht vergessen, dass wir hier über Kommunalpolitik auf der niedrigsten Ebene reden. Alle Beteiligten – Brammer ausgenommen – sind ehrenamtlich unterwegs. Und statt ihre Energie einzusetzen, um ihre Gemeinde voranzubringen, müssen sie sich mit so einer Sache herumschlagen. Bleibt zu hoffen, dass die Genossen während ihrer außerordentlichen Mitgliederversammlung einen Weg finden, konstruktiv damit umzugehen, damit die Politik wieder im Vordergrund stehen kann.

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