Sportivationstag“ in Sandkrug

„Jeder bringt sich so ein, wie er kann“

Mattis setzt zum Werfen an. Der Junge aus Berne ist einer von 640 Teilnehmern der Veranstaltung. - Foto: bor

Sandkrug - Von Ove Bornholt. Dass Bewegung und Sport glücklich machen können, ist den Gesichtern der 640 Schüler, die am Dienstag am „Sportivationstag“ in Sandkrug mitmachen, sofort anzusehen. Voller Freude werfen sie Bälle und Keulen, warten an der Startlinie auf das Signal zum Lossprinten oder versuchen sich beim Weitsprung. Einer von ihnen ist Mattis (13) aus Berne, der die Schule an der Vielstedter Straße in Hude besucht.

Er habe extra einen Apfel und Weintrauben eingepackt, erzählt der Junge. Energie, die er gut gebrauchen kann, denn heute geht es für ihn darum, das Sportabzeichen zu erwerben. Und das bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen.

„Ihr steht im Mittelpunkt, es geht um euch und den Sport“, hatte Peter Ache, Vorsitzender des Kreissportbunds, den Kindern noch mit auf den Weg gegeben. Die Veranstaltung geht zum zweiten Mal in Sandkrug über die Bühne. Sie richtet sich an Schüler mit und ohne geistige oder körperliche Einschränkung und wird vom Behindertensportverband Niedersachsen ausgerichtet.

Neben den Huder Mädchen und Jungs sind zwölf andere Schulen und Werkstätten von Ganderkesee über Delmenhorst bis hin zu Wilhelmshaven und Emden vertreten.

Zusätzlich zu den 640 Schülern bevölkern knapp 260 Betreuer, 25 Helfer von der angrenzenden Waldschule, 40 Sportabzeichen-Prüfer und zahlreiche Mitglieder der TSG Hatten-Sandkrug das Gelände des Vereins an der Schultredde. Ein buntes Chaos voller Leben inmitten dessen Mattis in aller Ruhe seine Bälle und Keulen wirft. Ganz besonders freut er sich noch aufs Weitspringen, berichtet er mit einem Lächeln.

Neben ihm sitzt die Konrektorin der Schule an der Vielstedter Straße, Katrin Wientges, und notiert die Ergebnisse ihrer Schützlinge auf einem Laufzettel. „Anfangs sind die Unsicherheiten sehr groß“, sagt sie mit Blick auf Mattis und seine Mitschüler. Aber der Tag sei eine Art „Selbstbewusstseinstraining“, denn „jeder bringt sich so ein, wie er kann“. Und anders als Bundesjugendspiele, auf die die Jungen und Mädchen nicht so richtig Lust hätten, seien sie beim „Sportivationstag“ sehr motiviert. „Sie wollen das Beste geben.“

So wie Mattis, der nun mit Werfen durch ist und mit seinen Mitschülern die nächste Station ansteuert. Am Ende soll schließlich eine Urkunde herauskommen, die, wie die Konrektorin berichtet, einen besonderen Stellenwert für die Kinder hat.

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