Bernd Bischoff kritisiert verschiedene Träger 

SPD hinterfragt Schulstruktur im Landkreis Oldenburg

Das Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium in Ahlhorn ist die bisher letzte Schule, die aus der Trägerschaft einer Gemeinde in die des Landkreises gewechselt ist. - Archivfoto: ten

Kirchhatten - Für die Sozialdemokraten im Landkreis Oldenburg steht eine Schulstrukturreform immer noch auf der Tagesordnung, teilte die SPD am Mittwoch mit. „Unterschiedliche Schulträgerschaften in der Sekundarstufe I sind nicht zukunftsfähig“, betonte der Kreistagsabgeordnete Bernd Bischof. Zurzeit ist zum Beispiel die Stadt Wildeshausen Träger der Haupt- und der Realschule in der Kreisstadt. Und die Samtgemeinde Harpstedt ist Träger der Oberschule im Flecken. Dagegen hat der Landkreis die Regie über alle Gymnasien übernommen.

In der Debatte hat die SPD allerdings noch ein paar dicke Bretter zu bohren. So erklärte Landrat Carsten Harings während der Sitzung des Kreis-Schulausschusses im Februar, dass sich die Frage zurzeit nicht stelle (wir berichteten). Der Schulvertrag des Kreises mit den Gemeinden laufe noch bis 2019.

Bischof ist Leiter des „Arbeitskreises Schule“ der Landkreis-SPD, den es bereits in der vergangenen Wahlperiode gab und der nun neu aufgelegt wurde. Eine Reform der Schulstruktur sei sowohl im Sinne der Schüler als auch der Ressourcen der Gemeinden und des Landkreises, meint der Ganderkeseer, der auch Vorsitzender des Schul- und Kulturausschusses des Kreistages ist. Deshalb erneuerte er kürzlich während eines Treffens in Kirchhatten die Forderung der Sozialdemokraten, eine Bildungsregion für den Landkreis zu schaffen, die schulische und außerschulische Angebote zu einem regionalen Bildungsnetz verknüpft. „Wir müssen eine Verbindung zwischen Kreis und Gemeinden schaffen, die Zusammenarbeit muss noch enger als bisher werden, damit alle Schüler wirklich gleiche Bedingungen haben“, sagte Bischof.

Schon während der ersten Sitzung des Arbeitskreises, in dem auch Pädagogen und Eltern vertreten sind, sei deutlich geworden, dass das Thema Inklusion eine große Rolle spielen werde. Das Konzept sei richtig, aber in der Umsetzung gebe es noch Probleme. Deshalb sei die Landesregierung gefordert, noch mehr zu tun, war sich die Runde einig. Die Sozialdemokraten wollen sich dafür einsetzen, dass auch im Landkreis so schnell wie möglich ein „Regionales Beratungs- und Unterstützungszentrum inklusive Schule“ (RZI) eingerichtet wird, damit es nach dem Ende der Förderschulen Lernen keine Brüche gibt.

Einig war sich die Runde auch, dass die Integrierte Gesamtschule (IGS) in Wardenburg weiter unterstützt werden muss. In der Bevölkerung steige die Akzeptanz, das zeigten stabile Schülerzahlen, heißt es. Für die Mitglieder des Arbeitskreises steht deshalb außer Frage, dass die IGS eine Oberstufe benötigt, damit die Schule weiter gestärkt wird, betonen die Sozialdemokraten.

bor

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