Hatter Kulturwochen: Achtköpfige A-capella-Gruppe begeistert in Sandkrug

Zum Abschluss waren echte „Profis“ am Werk

Acht Stimmen, die keine Instrumente vermissen lassen: „Die Profisorischen“ aus Wildeshausen.
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Acht Stimmen, die keine Instrumente vermissen lassen: „Die Profisorischen“ aus Wildeshausen.

Sandkrug - Mit dem Konzert der A-capella-Gruppe „Die Profisorischen“ sind am Sonnabend die achten Hatter Kulturwochen zu Ende gegangen. Rund 100 Gäste sahen den Auftritt in der Veranstaltungshalle der Waldschule in Sandkrug – überdurchschnittlich viele, gemessen an der Bilanz der Kulturwochen insgesamt.

Zwei Stunden lang unterhielten „Die Profisorischen“ aus Wildeshausen ihr Publikum mit eigenen Interpretationen von deutsch- und englischsprachigen Stücken aus den 70er- bis 90er-Jahren. Aber nicht nur gesanglich überzeugten die acht Männer, sondern auch mit witzigen Anekdoten zwischen den Songs. So rissen sie die Zuschauer von Anfang an mit und sorgten für den einen oder anderen Lacher.

Gleich zu beginn versuchten Fabian Reinke, Lutz Lüschen, Detlev Buschenlange, Matthias Kenkel, Christian Grau, Daniel Kolloge, Martin Scheffler und Björn Oltmann, mit dem Wise-Guys-Ohrwurm „Jetzt ist Sommer“ die warme Jahreszeit herbeizusingen. Als Kolloge auch mal ein melancholisches Lied ankündigte, das zu leichten Depressionen führen könne, führte er das Publikum gewaltig in die Irre. Denn was folgte, war der Prinzen-Song „Mein Hund ist schwul“ und eine Reaktion im Publikum, die alles andere als Traurigkeit vermuten ließ. Wahre Evergreens intonierte die A-capella-Gruppe mit Liedern wie „Never forget“ von Take That, Michael Jacksons „Billy Jean“ und „Don‘t stop me now“ von Queen. Aber auch eigene Stücke hatten „Die Profisorischen“ zu bieten, wie den Titel „Jungs vom Deich“ aus der Feder von Reinke.

Die Zuschauer zeigten sich von dem Auftritt begeistert. „Dass ich heute hier bin, habe ich meiner Frau Andrea zu verdanken“, verriet etwa Niels-Christian Heinz aus Hatterwüsting. „Sie hat schon viel von den Jungs gehört und mich zu diesem Konzertabend eingeladen. Ich habe es nicht bereut, im Gegenteil.“

Nicht minder angetan waren Marike und Karin Ahlrichs aus Sandkrug: „Wir haben die Profisorischen zum ersten Mal erlebt. Vor allem hat uns das Stück von Take That gefallen.“ Und den besonderen Charakter des Konzerts hob Marike hervor: „Es ist einfach phänomenal, dass die Rhythmen mit dem Mund erzeugt werden. Es zeigt, dass kein Instrument notwendig ist, um schöne Musik zu hören.“

Nach mehreren Zugaben endete der Konzertabend und mit ihm auch die achten Hatter Kulturwochen. Seit Mitte Januar hatte die Gemeinde zehn Veranstaltungen und eine Ausstellung auf die Beine gestellt. Verschiedene musikalische Darbietungen, Kabarett, eine Zaubershow für Kinder und literarische Abende enthielt das diesjährige Programm. Einzig das Ein-Mann-Theaterstück „Werther – Die Geschichte meines Herren“ mit Dieter Grell musste kurzfristig abgesagt werden, weil der Schauspieler erkrankt war.

Das Fazit von Hattens Kulturbeauftragte Marianne Vieler-Bargfeldt fiel positiv aus: Ein „qualitativ sehr hohes Niveau“ bescheinigte sie den einzelnen Veranstaltungen und das Programm insgesamt sei „sehr gut angenommen“ worden. Rund 700 Besucher kamen insgesamt, Höhepunkte waren der Heinz-Erhardt-Abend von Andreas Neumann mit 150 Zuschauern und eben das Abschlusskonzert der „Profisorischen“.

Sollte sich beim Kassensturz ergeben, dass die Gemeinde mit den Kulturwochen einen Überschuss erwirtschaftet hat, so Vieler-Bargfeldt, werde dieser für einen guten Zweck gespendet. Wohin genau das Geld dann gehe, stehe aber noch nicht fest.

jb/ten

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