Gemeinde Hatten hat mit der Erschließung eines neuen Gewerbegebiets begonnen

„Große Player“ zieht es nach Munderloh

Vertreter von Rat und Verwaltung der Gemeinde Hatten beim symbolischen ersten Spatenstich.
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Gemeinschaftsprojekt Gewerbegebiet Munderloh: Uwe Hollmann (SPD), Bürgermeister Christian Pundt, Adolf Oltmann (CDU), Helmut Rücker (Grüne), Stefan Schelenz (Wirtschaftsförderer der Gemeinde) und Manfred Huck (Freie Hatter Liste, v.l.).

Munderloh – Die Laune der Anwesenden ist sichtbar entspannt und positiv: Am Donnerstagnachmittag haben Vertreter der Hatter Ratsfraktionen und der Verwaltung symbolisch den ersten Spatenstich für das neue Gewerbegebiet bei Munderloh vollzogen. Begonnen haben die Arbeiten für das rund 16,5 Hektar große Areal allerdings schon dreieinhalb Wochen. Derzeit sind Bagger dabei, erste Bereiche auszuheben, unter anderem für das notwendige Regenrückhaltebecken.

Wenige Hundert Meter entfernt rauscht die Autobahn 28 vorbei, das Gebiet der Gemeinde Hude ist nur wenige Meter entfernt, dort erhebt sich ein neu errichtetes großes Lagergebäude.

Elf der insgesamt 14 Baugrundstücke seien bereits fest vergeben, zwei davon an „große Player“, berichtet ein sichtlich zufriedener Bürgermeister Christian Pundt. Die Vertragsabschlüsse für die verbleibenden drei Areale befänden sich in der Endphase. Zu den künftig in der Gemeinde ansässigen Betrieben zähle etwa die Firma Zimmermann, die unter anderem in ganz Norddeutschland Restpostenmärkte betreibt. Sie werde den Sitz für ihre insgesamt vier Unternehmensbereiche von Oldenburg nach Munderloh verlegen. Vier Hektar habe sich Zimmermann gesichert, so Pundt: „Wir sind attraktiv.“ Die Oldenburger wollten so bald wie möglich in Hatten anfangen. Die Lage sei optimal, die A 28 nahebei. „Das zeigt, wie gut wir im Landkreis dastehen“, so der Bürgermeister. Der Chemikalien-Großhändler Büfa, der erst im vergangenen Jahr unmittelbar hinter der Gemeindegrenze zu Hude ein neues Distributionszentrum errichtet hat, habe die Option erhalten, ein Gebäude in gleicher Größe anzubauen, damit aber auf Hatter Gebiet –quasi „interkommunal“, wie Pundt sagt. Das sichere auch den Verbleib des Unternehmens an dem jetzigen Standort. Hinzu komme schließlich noch ein großes Logistikunternehmen, das sich hier bereits vor einiger Zeit schon Platz für neue Lagerflächen gesichert habe. Vorsichtig gibt sich Pundt bei der Einschätzung, wie viele Arbeitsplätze das neue Gebiet mit sich bringen werde, meint aber, dass sicherlich mehr als einhundert sein könnten.

Rasche Umsetzung der Pläne

Direkte Auflagen, etwa für die Verwendung klimafreundlicher Energiequellen, habe es nicht gegeben, so Pundt. So hätten Firma in Gesprächen aber bereits von sich aus angegeben, ohnehin darauf setzen zu wollen: Ein Großbetrieb wolle etwa nahezu alle Dachflächen mit Photovoltaikanlagen ausstatten, berichtet er. Das Areal habe den Vorteil, an ein existierendes Gewerbegebiet anschließen zu können. Es habe daher nicht irgendwo „in der Natur“ erreichtet werden müssen.

Überlegungen für ein Gewerbegebiet nördlich der A 28 habe es zwar schon seit 1992 gegeben, ergänzt Pundt. Dann habe es vor einiger Zeit „jetzt oder nie“ geheißen: Schließlich sei das Projekt dann von Rat und Verwaltung innerhalb von zwei Jahren umgesetzt worden. Adolf Oltmann (CDU), Vorsitzender des Bau- und Planungsausschusses, wünschte den Arbeiten einen guten Verlauf, „damit es zügig und ohne Komplikationen voran geht“. Dem stimmte Uwe Hollmann, Vorsitzender der SPD-Ratsfraktion, zu: „Wir wollen sehen, was aus dem ,Hatter Stiefel‘ wird“, spielte er auf die kartographischen Umrisse des Areals an.  fra

Rechts der Mitte des Weges beginnt bereits das Gebiet der Gemeinde Hude.

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