Busbahnhof möglich

Hatten stellt Varianten für Umgestaltung der Ortsdurchfahrt vor

Marktplatz Kirchhatten: Entspannung durch einen neuen Kreisel gewünscht? Foto: Franitza
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Marktplatz Kirchhatten: Entspannung durch einen neuen Kreisel gewünscht?

Kirchhatten - Stück für Stück verändert die Dorferneuerung Kirchhatten die Ansicht des Ortes. Während sich die Arbeiten langsam vom Kreisel an der Wildeshauser Straße weiter Richtung Rathaus fortsetzen, stehen demnächst noch zwei große, und vor allem zentrale Bereiche an, die insbesondere das Verkehrsgeschehen im Ort umprägen könnten.

So soll zum einen der verkehrsträchtige Schnittpunkt von Hauptstraße, Marktplatz und Sandhatter Straße neu gestaltet werden, zum anderen ein neuer Busbahnhof entlang der Munderloher Straße die Situation für die Fahrgäste nicht nur entspannen, sondern auch sicherer gestalten. Möglich wäre dies jeweils über neue Kreisel. Am Dienstag hat der Bau- und Planungsausschuss der Gemeinde Hatten über diese beiden maßgeblichen Thema beraten.

„Das Thema ist kontrovers diskutiert worden“, berichtet Bürgermeister Christian Pundt von der rund vierstündigen Sitzung. Doch bei allen durchaus unterschiedlichen Auffassungen seien die Themen nicht emotional, sondern bemerkenswert sachlich abgearbeitet worden, bewertet er den Verlauf. Entschieden habe das Gremium allerdings noch nichts, so Pundt weiter. Die Debatte und somit die Meinungsbildung werde fortgesetzt, nicht zuletzt unter Einbeziehung der Einwohner.

Ein Planungs- und ein Verkehrsbüro hatten den Politikern und Zuhörern verschiedene Varianten vorgestellt und die jeweiligen Auswirkungen - etwa auf den fließenden Verkehr - verdeutlicht. Zentrale Anliegen am Marktplatz waren die sichere Querungsmöglichkeit über die Hauptstraße sowie die Sandhatter Straße, die Reduzierung des Geschwindigkeitsniveaus, jeweils bei möglichst geringen Eingriffen in Privatgrundstücke. Zudem solle die „Aufenthaltsqualität im öffentlichen Raum“ erhöht werden - und alles das, ohne den Verkehrsfluss in der Ortsdurchfahrt zu beeinträchtigen. Als mögliche Varianten stellten die Planer unter anderem eine Bedarfsampel oder eine Mittelinsel als Querungshilfe zur Diskussion. Auch sei es möglich, vier Ampelanlagen nebst einer separaten Linksabbiegerspur in die Sandhatter Straße oder einen kleinen Kreisel zu realisieren - oder aber die Situation so zu belassen, wie sie ist.

„Das Für-und-Wider der Vorschläge wurde kontrovers diskutiert“, berichtet Pundt. Es gab Fürsprecher sowie für eine Ampelanlage als auch für einen Kreisel. Das Verhältnis sei etwa „halbe-halbe“ gewesen. Der Bereich sei bereits bei der Vorstellung der Pläne des Dorferneuerungsprogramms 2014 berücksichtigt worden. Das trage jetzt Früchte, so der Verwaltungschef weiter: „Das ist die Konkretisierung aus der Bürgerbeteiligung.“ Das Thema Ortsdurchfahrt werde seit 2007 im Ort diskutiert.

Eng damit im Zusammenhang stehe ein zweites, weitaus umfangreicheres Projekt: An der Munderloher Straße könnte nach Vorstellung der Verwaltung ein Busbahnhof entstehen, mit hinreichend großen Stellflächen für mindestens sechs Fahrzeuge. Auf dem Marktplatz sei hingegen nur sehr wenig Platz vorhanden, die Busse hielten sehr dicht beieinander. Die Universität Vechta hatte 2014 die Meinung der Einwohner, aber auch der Schüler, zu der Situation dort abgefragt und ausgewertet: Kinder, Jugendliche und auch Erwachsene hatten das Gefährdungspotenzial mit deutlicher Mehrheit als hoch oder sehr hoch bewertet. „Die latenten und echten Unsicherheitsgefühle sind hoch“, so Pundt.

Die Gemeinde hat sich die infrage kommenden Flächen bereits gesichert. Gegenüber dem Busbahnhof könnte das geplante, neue Feuerwehrhaus entstehen. Ein Teil der Munderloher Straße würde dann zur Sackgasse, die Landesstraße über einen weiteren Kreisel an dem Areal entlang geführt. Bislang sind rund drei Millionen Euro in die Dorferneuerung entlang der Ortsdurchfahrt geflossen. Die Förderquote liegt bei knapp 75 Prozent. 

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