Auch in Wien eine Spritzen-Idee

Wie ein Sandkruger und eine österreichische Bäckereikette ein Corona-Gebäck entwickelten

Eine Auslage der Bäckereikette Felber in der die „Bürgermeister-Krapfen“ liegen.
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Der Bürgermeister-Krapfen der Bäckereikette Felber: vom norddeutschen Pendant kaum zu Unterscheiden.

Wie der Bäckermeister Erich Darilek in seiner Bäckerei Strangmann in Sandkrug, bietet auch eine Bäckereikette in Österreich nun „Spritzgebäck“ an.

  • Der österreichische Bürgermeister-Krapfen verdient seinen Namen einen besonderen Umstand.
  • Derweil erfreut sich auch die Sandkruger Variante größter Beliebtheit.
  • Eine Tierärztin half der Bäckerei Strangmann sogar mit Spritzen aus.

Sandkrug – Der Bäckermeister Erich Darilek bietet in seiner Bäckerei Strangmann in Sandkrug seit Kurzem die „Impf-Buchteln“ und „Impf-Berliner“ an (wir berichteten). In dem Backwerk steckt jeweils eine Spritze mit verschiedenen Inhalten (Eierlikör, Schokolade, Vanillecreme oder Pflaumen-Zimt-Marmelade). Jedoch scheint das neue „Spritzgebäck“ ein Trend zu sein. Ein freundlicher Leser aus Österreich machte die Redaktion darauf aufmerksam, dass es etwas Ähnliches Anfang Februar in Wien gegeben haben soll. Die Bäckereikette Felber hat dort den sogenannten „Bürgermeisterkrapfen“ angeboten.

Ähnlich dem Impf-Berliner steckt in diesem Gebäck eine Spritze, die – jedoch ausschließlich – mit Eierlikör gefüllt ist. Die grünen Zuckerperlen auf dem Zuckerguss sollen kleine Corona-Vieren darstellen, erklärte Edward Zögl, der für das Marketing der Bäckereikette Felber zuständig ist, auf Nachfrage der Redaktion. Bei den ersten Impfungen hätten sich in vielen österreichischen Gemeinden die Bürgermeister ungerechtfertigt „dazwischengeschummelt“. Das käme bei der Öffentlichkeit natürlich nicht gut an, dass sich Amtsträger zwischen die ältesten Mitbürger in den Altenheimen dazwischen gedrängt haben. Und genau deshalb hätte man sich über diese Drängler lustig machen wollen, so Zögl. So hätte dieses Gebäck den Namen „Bürgermeisterkrapfen“ erhalten. Kritik in Gebäckform sozusagen.

„An einem Samstag haben uns die Leute hier die Bude eingerannt.“

Bäckermeister Erich Darilek

In Sandkrug ist derweil Bäckermeister Darilek rundum zufrieden mit seiner Variante des Backstücks. „An einem Samstag haben uns die Leute hier die Bude eingerannt“, so der 54-Jährige. „Das war der Hammer.“ Dabei hätte er Glück gehabt, dass er die speziellen Backwaren überhaupt anbieten konnte. Ihm seien nämlich die Spritzen ausgegangen. An dem Donnerstag davor, als er die Backwaren angeboten hatte, wollte eine Kundin einige Impf-Berliner vorbestellen. „Ihr habe ich leider sagen müssen, dass dies nicht möglich ist. Die letzten Spritzen steckten zu dem Zeitpunkt schon in den Berlinern und Buchteln. Da sagte sie mir aber plötzlich, sie könne mir aushelfen.“ Glücklicherweise sei Darileks Kundin in einer Tierarztpraxis angestellt und könne ihm einige Spritzen abgeben. „So hätten wir an dem Samstag noch ungefähr 300 Stück verkaufen können“, erzählt Darilek.

Monika Drees zeigt die Variation der Impf-Buchtel der Bäckerei Strangmann.

In unregelmäßigen Abständen möchte der Bäckereiinhaber diese Aktion weiterführen, denn die Resonanz der Kunden sei gut. „Alle nehmen das Angebot super auf. Jeder Kunde freut sich, wenn er die Impf-Gebäcke in der Auslage sieht und an den Tagen, an denen wir diese anbieten, verkaufen wir auch jedes Einzelne davon.“ Täglich könne er sie jedoch nicht backen. Das Auspacken der einzelnen Spritzen und der zusätzliche Aufwand sei dafür zu groß.

Ein Problem gäbe es jedoch schon, bei der ganzen Begeisterung um die Gebäcke: Der 54-Jährige weiß nicht genau was er mit den Nadeln machen soll, die bei jeder Spritze beiliegt. Eins steht jedoch für ihn außer Frage: In sein Gebäck kommen sie ganz sicher nicht.

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