Züchter schmiedet Kooperation mit Ehepaar aus Nordrhein-Westfalen

„Alvin“ und „Ilena“ stoßen zur Wasserbüffelherde bei Huntlosen

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In der ersten Januarwoche erblickten „Alvin“ und „Ilena“ das Licht der Welt.

Huntlosen/Streekermoor - Baby-Alarm in Huntlosen: Auf einer Weide in der Nähe des Dorfs haben nun zwei pechschwarze Wasserbüffeljunge das Licht der Welt erblickt. „Alvin“ und „Ilena“ sind aber nicht die einzigen Gründe, die Züchter Peter Biel aus Streekermoor in der Gemeinde Hatten optimistisch stimmen.

Die Kooperation mit dem Unternehmer-Ehepaar Domenica und Reinhold Müller aus Erkelenz bei Mönchengladbach ist beschlossene Sache, teilte Biel erfreut mit. Damit habe die Suche nach geeigneten Weideflächen oder Kooperationspartnern zur Landschaftspflege mit Wasserbüffeln ein Ende gefunden.

„Ich kann mich jetzt viel mehr über jede Geburt freuen“, so der Züchter, der diese robuste und vielseitige Rasse schon seit 1998 als Naturschützer und Landschaftspfleger einsetzt. „Jetzt weiß ich, wohin die Kälber kommen, bevor es ,Komplikationen‘ mit dem zwölfjährigen Zuchtbullen ,Amos‘ geben wird“, blickt Biel den kommenden Geburten zuversichtlich entgegen. Schon lange hatte er sich beklagt, dass in der Gemeinde Hatten und in Huntlosen nicht genug Flächen für den Landschafts- und Naturschutz mit Wasserbüffeln zur Verfügung stehen. In der Vergangenheit hatte Biel schon Exemplare in den Landkreis Rotenburg abgegeben.

Tiere primär für die Landschaftspflege

Fünf männliche und zwei weibliche Tiere der Hatter Farm leben schon seit ein paar Wochen auf dem neuen Hof der Müllers bei Erkelenz, wo derzeit auch die Produktion von Lebensmitteln aufgebaut wird. Kurz nach Weihnachten holten sie die Färse „Benita“ und den Jungbullen „Amon“ – beide ein Jahr alt – zu sich ins Rheinland. Das Unternehmerehepaar wird dabei ähnliche Schwerpunkte wie Biel setzen und die Tiere primär in der Landschaftspflege einsetzen. „Wir denken aber durchaus auch an eine kulinarische Erweiterung unserer Produktpalette sowohl im gastronomischen Bereich wie auch bei der Kreation von Wurstspezialitäten, leckeren Soßen oder einer Büffelbolognese“, sagt Reinhold Müller, der die Rezepturen für die Produkte seines Unternehmens selbst entwickelt und herstellt. Auch die Eier für seine Nudeln werden jetzt von eigenen Hühnern auf dem Biohof gelegt.

Rita und Peter Biel freuen sich über diese Entwicklung. Die Vermarktung der Fleisch- und Wurstprodukte vom Wasserbüffel habe auch zu ihrem Angebotsspektrum gehört. „Aber der Aufwand für uns war schon sehr groß. Jetzt stehen Profis an unserer Seite, die ganz andere Möglichkeiten haben“, so Peter Biel. Er würde sich gerne mit seinem Fachwissen einbringen.

bor

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