Alkoholhaltige „Alge“ mit viel Fruchtanteil

Gründer bringen mit Internetberühmtheit „Knossi“ neue Getränke auf den Markt

 Finn Brüggemann und Julian Rotermund mit ihren Getränken in den Händen.
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Aus den Vornamen von Finn Brüggemann (l.) und Julian Rotermund ergibt sich der Name des Unternehmen FJU.

Ein Likör mit hohem Fruchtanteil. Dies sei die anfängliche Idee gewesen mit der Finn Brüggemann und Julian Rotermund aus Sandkrug ihr Unternehmen „FJU“ Mitte 2019 gründeten. Damals noch mit dem Getränk „FJU Multi“ haben die beiden 27-Jährigen neben Beruf und Studium angefangen, sich selbstständig zu machen (wir berichteten). Mittlerweile haben sie ihre Produktpalette erweitert. Mithilfe eines Influenzers.

  • Finn Brüggemann und Julian Rotermund gründeten neben Studium und Beruf ihr eigenes Unternehmen.
  • Sie entwickelten das alkoholische Getränk „FJU Multi“ mit einem hohen Fruchtanteil.
  • Nun arbeiteten sie mit den Youtuber „Knossi“ zusammen und brachten drei Sorten „Alge“ auf den Markt.

Sandkrug – „Regional sind wir mit unserem Produkt nicht weggekommen“, verrät Rotermund. Es musste eine Idee her. Da beide ihr Produkt im Internet vermarkten und auchin sozialen Netzwerken aktiv sind, kam die Idee, mit Internetpersönlichkeiten zusammen zu arbeiten. Ende 2019 entstand dann eine Kollaboration mit „Knossi“. Jens Knossalla alias „Knossi“ ist auf der Video-Plattform Youtube aktiv und berühmt, hat dort mehr als eine Millionen Abonnenten. Und zu dieser Zeit, kurz vor der Veröffentlichung seines Musikvideos „Alge“, nahmen die beiden Gründer Kontakt auf. Das Video spielt in einer Bar, zu dessen Anfang ein grünes Getränk in ein Glas geschüttet wird.

Zur richtigen Zeit am richtigen Ort

Das hätte perfekt gepasst, erklärt Rotermund. „Dann haben wir dem Managemet einfach eine Mail geschrieben und gefragt, ob sie nicht mit uns zusammenarbeiten wollen. Das gab uns dann drei Wochen Zeit, um ein Konzept fertigzustellen“. Darunter fielen auch die Überarbeitung der eigenen Website, die Gestaltung des Etiketts und das Überreden des eigenen Abfüllers. „Das war dann schon so, dass ich acht Stunden gearbeitet habe, danach zu einem Geschäftsessen musste und nachts um ein Uhr noch die Website bearbeitet habe. Um sieben musste ich wieder los zur Arbeit“, sagt Rotermund. Auch die Verkostung des Getränks wurde ein Problem in dieser Zeit. „Wir hatten nicht viele Versuche, wir konnten uns nicht so häufig mit Jens treffen, da musste der Geschmack schnell stimmen.“ Dies sei zwar eine anstrengende Zeit gewesen, aber am Ende hätte es sich gelohnt. Es entstand das Getränk „Alge“, was aus 30 Prozent Fruchtgehalt aus Limetten und Zitronen besteht und einen Alkoholgehalt von 15 Prozent hat. „Die erste Charge war in sechs Tagen ausverkauft, die zweite in vier“, verrät Brüggemann. Mittlerweile hat das Video von Knossalla mehr als zehn Millionen Klicks auf Youtube – und Brüggemann und Rotermund noch zwei andere Sorten der „Alge“, in Maracuja- und Cranberrygeschmack, im Sortiment.

Jetzt, nach mehr als einem Jahr nach der Markteinführung von „Alge“, habe sich die Größe ihres Unternehmens in etwa versiebzigfacht, so Brüggemann. Auch auf Instagram hätten sie nun 13 000 Follower. „Wir haben einfach Glück gehabt“, erklärt Rotermund. Man hätte das Management genau zur richtigen Zeit angeschrieben. Das Unternehmen wachse, seit 2020 betrieben die beiden Gründer FJU sogar hauptberuflich. Zudem gebe es nun eine 450-Euro-Kraft und bald erweitere sich das Personal um eine Festangestellte, die sich um das Marketing kümmert. „So kann dann auch bald Werbung geschaltet werden und jemand übernimmt diese Aufgabe, der sich auch wirklich damit auskennt“, scherzt Brüggemann. Dennoch „befinden wir uns noch immer in der Anfangsphase“, sagt Rotermund.

„Alge“ ist neben „FJU Multi“ mit im Sortiment.

Aber Pläne und Ziele seien reichlich vorhanden. Das ganze Jahr sei schon komplett durchgeplant. So solle sich das Unternehmen in der Infrastruktur weiterentwickeln und es soll bald auch Produkte geben, die nicht in der „Alkoholniesche“ zu verorten seien. Auch sei schon ein Vertrag mit einer großen Supermarktkette geschlossen. „Mal gucken, wie es jetzt genau weitergeht“, meint Rotermund. In jedem Falle soll allerdings weiter mit Internetpersönlichkeiten gearbeitet werden.

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