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Feuer in Sandkrug: Ein Fall war wohl Brandstiftung

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Von: Dierk Rohdenburg

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Dritter Einsatz der Feuerwehr in Sandkrug innerhalb von fünf Tagen.
Dritter Einsatz der Feuerwehr in Sandkrug innerhalb von fünf Tagen. © Kramen

Update: Ein Brand von drei Ereignissen in Sandkrug ist offenbar auf Brandstiftung zurückzuführen. Das meldete die Polizei am Donnerstag um 12 Uhr:

Gemeinsam mit einem Sachverständigen für Brandursachen haben Ermittler der Polizei am Mittwoch den Brandort an der Ludwig-Erhard-Straße in Sandkrug aufgesucht, so die Polizei.

Die Begehung des Wohnhauses habe ergeben, dass der Brand im Eingangsbereich entstanden ist. Es sei von Brandstiftung als Ursache auszugehen. Aufgrund des maroden Zustandes des nicht mehr bewohnbaren Hauses werde lediglich von einem Schaden in Höhe von 20.000 Euro ausgegangen.

Anwohner hätten angegeben, dass das Haus bereits in der Vergangenheit von Unberechtigten als sogenannter „Lost Place“ besichtigt wurde.

Es ist deshalb nicht auszuschließen, so die Polizei, dass das Feuer am Samstag, 21. Januar, bei einer solchen Begehung entstanden ist. Wer Hinweise auf verdächtige Personen geben kann, wird gebeten, sich unter 04431/9410 mit der Polizei Wildeshausen in Verbindung zu setzen.

Artikel von Donnerstag, 8 Uhr: Drei Brände innerhalb von fünf Tagen gab es in Sandkrug. Am Donnerstag stand ein Gartenhaus an der Straße „Im Rehwinkel“ in Vollbrand.

Gegen 19 Uhr wurde der Großleitstelle in Oldenburg ein Brand an der Straße „Im Rehwinkel“ in Sandkrug gemeldet. Anwohner konnten Flammen im Garten ihrer Nachbarn sehen und wählten den Notruf 112. Da unklar war ob sich noch Personen im Gebäude befinden, wurden die Feuerwehren Sandkrug und Wardenburg mit dem Stichwort „Dachstuhlbrand mit Menschenleben in Gefahr“ alarmiert.

Bereits auf der Anfahrt konnten die Kameraden nach Angaben von Pressesprecher Tom Kramer „auf Sicht“ fahren, da der Flammenschein weit sichtbar war. Vor Ort stellte sich die Lage so dar, dass ein Gartenhaus, das direkt an ein Wohngebäude grenzte, in Vollbrand stand. Umgehend wurde ein massiver Löschangriff mit mehreren Strahlrohren eingeleitet, um eine Brandausbreitung auf das Gebäude sowie die umliegenden Bäume und Hecken zu verhindern. Die Löschmaßnahmen zeigten schnell Wirkung, und ein Übergreifen auf das Gebäude konnte weitestgehend verhindert werden. Die aufmerksamen Nachbarn hatten bereits alle Bewohner aus dem Gebäude geholt, sodass eine Personenrettung nicht mehr nötig war.

Nach knapp 30 Minuten war das Feuer unter Kontrolle. Um sicherzustellen, dass sich das Feuer nicht auf den Dachstuhl ausgebreitet hat, wurde dieses teilweise abgedeckt und mithilfe einer Wärmebildkamera kontrolliert.

Im Einsatz waren die Feuerwehren Sandkrug, Wardenburg und die Drehleiter der Feuerwehr Oldenburg mit ungefähr 60 Einsatzkräften. Ein Rettungswagen sowie ein Notarzteinsatzfahrzeug der Malteser Sandkrug standen ebenfalls in Bereitstellung. Nach rund zwei Stunden konnte die Einsatzstelle an die Polizei übergeben werden. Als Brandausbruchstelle konnte der Bereich unter dem Holzunterstand ausgemacht werden, an dem Mülltonnen standen. Fremdverschulden kann nach bisherigem Stand ausgeschlossen werden, die Ermittlungen dauern aber an, so die Polizei.

Bereits einen Tag vorher brannte es in Sandkrug

Die Feuerwehren Sandkrug und Wardenburg wurden am Mittwoch um 23.50 Uhr über digitale Meldeempfänger und Sirene zum Drosselweg alarmiert. „Bereits auf der Anfahrt teilte uns die Leitstelle über Funk mit, dass es sich hierbei um ein bestätigtes Feuer im Erdgeschoss handelt und alle Bewohner das Gebäude verlassen haben“, so Kreispressewart der Feuerwehr, Tom Kramer. Die Bewohner aus der Wohnung im Obergeschoss, ein 36-jähriger Mann mit seinen drei Kindern im Alter von 10, 12 und 17 Jahren, blieben nach Polizeiangaben unverletzt. Weil bei der 17-jährigen Tochter der Verdacht auf eine Rauchgasvergiftung bestand, wurde sie mit einem Rettungswagen in ein Krankenhaus gefahren. Nach einer eingehenden Untersuchung konnte sie aber noch in der Nacht als unverletzt entlassen werden.

Feuer schnell unter Kontrolle

Beim Eintreffen des ersten Fahrzeuges bestätigte sich die gemeldete Lage: Ein Abstellraum brannte in voller Ausdehnung. Sofort wurde ein Löschangriff eingeleitet, und ein Trupp unter schwerem Atemschutz ging ins Gebäude vor. Bereits nach kurzer Zeit zeigten die Löschmaßnahmen Wirkung. Das Feuer konnte eingedämmt werden. Mithilfe einer Rettungssäge wurde die Zwischendecke geöffnet, um an weitere Brandstellen zu kommen. Abschließend wurde mit einer Wärmebildkamera nach Glutnestern gesucht und diese dann gezielt abgelöscht.

Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Abstellraum bereits in voller Ausdehnung.
Als die Feuerwehr eintraf, brannte der Abstellraum bereits in voller Ausdehnung. © Kramer

Im Anschluss an die Löscharbeiten begann die Suche nach einer möglichen Brandursache. Als Brandausbruchstelle konnte ein Raum in der zurzeit unbewohnten Wohnung im Erdgeschoss ausgemacht werden. Dieser Raum und die aus dem Raum entfernten Gegenstände wurden nach Angaben der Polizei für weitere Ermittlungen beschlagnahmt. Beide Wohneinheiten sind weiter bewohnbar, Angaben zur Höhe des entstandenen Schadens sind noch nicht möglich.

Einsatz nach 90 Minuten beendet

Nach rund 90 Minuten konnten die Einsatzkräfte die Einsatzstelle wieder verlassen. Im Einsatz waren die Feuerwehren Sandkrug und Wardenburg. Die Feuerwehr Altmoorhausen unterstützte mit Ihrem Hygienekonzept. Ein Rettungswagen der Feuerwehr Oldenburg brachte eine Person mit einer Rauchgasinhalation in ein umliegendes Krankenhaus. Zur Brandursache und der Schadenshöhe können von Seiten der Feuerwehr keine Angaben gemacht werden. Die Einsatzstelle wurde an die Polizei übergeben.

Am Samstag brannte es ebenfalls in Sandkrug

Aus bislang noch ungeklärter Ursache ist am Samstag gegen 22.25 Uhr der Dachstuhl eines Wohnhauses an der Ludwig-Erhard-Straße in Sandkrug (Gemeinde Hatten) in Brand geraten.

Laut Polizeibericht waren 53 Einsatzkräfte der Feuerwehren Hatten, Sandkrug, Wardenburg und Eversten-West mit sechs Fahrzeugen im Einsatz, weil Flammen aus dem älteren Haus in parzellenähnlicher Bauweise schlugen.

Vier Feuerwehren waren bei dem Brand im Einsatz.
Vier Feuerwehren waren bei dem Brand im Einsatz. © 261News

Ein vorsorglich alarmierter Rettungsdienst kam laut Polizei nicht zum Einsatz, da das Haus zum Brandzeitpunkt unbewohnt war und sich niemand darin befand. Das Gebäude ist nun unbewohnbar. Die Polizei Wildeshausen hat die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Zur Schadenshöhe können noch keine Angaben gemacht werden.

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