Auf dem Dötlinger Spargelhof Ulrich hat die Saison begonnen / 40 Erntehelfer sind im Einsatz

„Harter Winter hat kaum Folgen“

Der Spargel wird in Dötlingen nicht nur gestochen, sondern auch gewaschen, sortiert und geschält.

Dötlingen - (ts) · „Täglich 25 Grad, nachts zehn Grad, immer leichter Sonnenschein und früh morgens mal ein Schauer – das wäre das perfekte Wetter für eine gute Spargelernte“, sagt Klaus-Dieter Ulrich. Auf dem Dötlinger Spargelhof hat die Saison begonnen. Die Erntehelfer sind längst da, die Arbeiten laufen auf Hochtouren.

Der harte Winter hätte kaum Auswirkungen auf die Saison. „Er hat den Erntebeginn lediglich um eine Woche verzögert“, sagt Ulrich. „Der Pflanze selbst machen solche Temperaturen nichts aus, die Natur holt das schnell wieder auf.“

Auf insgesamt 26 Hektar baut Ulrich das edle Gemüse an. „Geerntet werden kann im dritten Jahr nach der Anpflanzung“, erklärt er. Insgesamt 60 Tage wird in Dötlingen der Spargel gestochen. „Zurzeit arbeiten wir erst einmal nur auf den Feldern, die mit Doppelfolie ausgestattet sind. Sie bewirkt eine Art Gewächshauseffekt.“ Auf den übrigen Feldern beginnt die Ernte, sobald die Temperaturen auch nachts höher sind. 2009 sei eine sehr gute Saison gewesen. „Wenn es dieses Jahr genauso läuft, bin ich zufrieden“, sagt Ulrich.

Etwa 40 Erntehelfer sind für den Dötlinger Spargelanbauer im Einsatz. „Vor zwei Jahren hatten wir wirklich Probleme, Arbeitskräfte zu finden, in diesem Jahr sieht es sehr gut aus“, berichtet er. „Das hängt immer davon ab, wie der Euro zum Zloty steht.“ Viele der Erntehelfer kommen jedes Jahr wieder, oft mit der kompletten Familie.

Schwieriger sei es hingegen, Mitarbeiter für den Verkauf an den Ständen zu gewinnen. Neben den zwei Hofläden am Walschenkampsweg in Dötlingen und auf Gut Altona vermarktet Ulrich seinen Spargel auch in Wildeshausen, Delmenhorst, Bremen und Wilhelmshaven. Und natürlich nehmen auch die Gastronomiebetriebe eine nicht unerhebliche Menge ab.

Bis der Spargel aber in den Verkauf kommt, muss er zunächst einige Stationen durchlaufen. Vom Feld geht es zunächst zur Grobwäsche und von dort aufs Wasch- und Sortierband. „Hier sorgen Düsen und Bürsten für die Reinigung“, erklärt Ulrich. „Außerdem werden die Stangen auf eine einheitliche Länge gebracht.“

Die anschließende Sortierung läuft fast automatisch. Mithilfe von Kamera und Computer werden die Stangen gesichtet und entsprechend der Dicke und Länge den unterschiedlichen Boxen zugeordnet. „Dann geht es in die Kühlung, damit der Spargel auch frisch bleibt“, sagt Ulrich. „Bei Wärme kann es sonst auch vorkommen, dass sich die Köpfe blau verfärben.“

Immer beliebter sei bei den Kunden bereits geschälter Spargel – auch für die private Küche. Deshalb laufen die Stangen vermehrt durch die Schälmaschine. Nachgearbeitet wird per Hand. Leckermäuler können das Gemüse so ohne großen Aufwand verarbeiten und genießen. Allerdings nur für wenige Monate, denn am 24. Juni endet die Spargelsaison wieder.

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